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Leserbrief

Gewagter Vergleich

Leserbriefe zur Geschichte und Rolle der EU, Ausgabe vom 26. Juli

Dieser Leserbrief bezieht sich auf den Leserbrief von Werner Hobi, Rheineck:

In einem Punkt seines Leserbriefs gebe ich Herrn Hobi recht, man darf immer anderer Meinung sein. Aber die EU mit dem Unterdrückungsgebilde UdSSR, geführt von Despoten und Massenmördern wie Lenin und Stalin, zu vergleichen, scheint doch etwas gewagt. Besonders die ehemaligen Vasallenstaaten des Warschauer Pakts, so auch Polen und Ungarn, erfreuten sich nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sehr schnell ihrer Freiheit sowie der reichlichen, solidarisch verteilten Entwicklungsgelder aus dem EU-Topf. Heute, wo diese Länder auf wirtschaftlich stabilen Füssen stehen und Solidarität auch von ihnen eingefordert wird, ist die EU-Mitgliedschaft halt plötzlich nicht mehr so attraktiv.

Für mich steht die EU, trotz all ihrer Unzulänglichkeiten und Bürokratie, vor allem anderen dafür, dass seit 1945 kein flächendeckender Krieg den Kontinent Europa mehr überzogen hat.

Gerade die Generationen, welche seit Geburt in Europa in dauerhaftem Frieden und Wohlstand leben dürfen, sollten diesen positiven Aspekt zu würdigen wissen. Auch ohne Mitglied der EU zu sein oder sein zu wollen. Aber eben, jedermann darf in unserer demokratischen Welt zum Glück eigene Meinung äussern. Sie ist aber vermutlich nie die absolute Wahrheit.

Matthias Horber, St.Gallen



Einige Fehlerkorrekturen am Leserbrief aus Rheineck. Wenn ich ein Lehrer gewesen wäre, müsste ich diesen Brief mit einem dicken Rotstift verunzieren. Nach dem ausgezeichneten Leitartikel des Chefredaktors vom 21. Juli ist der Leserbrief vom 26. Juli völlig überflüssig und leider auch fehlerhaft. Natürlich, den Namen EU erhielt unsere Organisation am 1.11.1993, aber der erste Europäische Vertrag – Römer Vertrag – wurde am 25.3.1957 unterzeichnet und ab und zu revidiert, wie auch unsere Bundesverfassung. Nicht zu vergessen: In unserem Europa herrscht seit 73 Jahren Friede. Das hatten wir noch nie. Also sind wir doch eine Art Paradies auf Erden. Und keine Rede von erzwungenem Zusammengehen. Ich denke, die Parole «Nie wieder Krieg» war seinerzeit kein Zwang. Zum Schluss der gute Rat eines 80-jährigen, überzeugten europäischen Patrioten: Vor dem Schreiben von Leserbriefen die Fakten gründlich studieren.

Hanspeter Frey, Engelburg

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