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Leserbrief

Geschädigte müssen besser informiert werden

Richard Sieber, Rheineck

Die Schweiz hat ein weltweites Problem, weil hier die Preise und die Löhne viel höher sind als in den meisten anderen Ländern. Unsere Wirtschaft funktioniert nur, weil viel Qualität in den Produkten steckt. Es ist deshalb klar, dass sich vor allem die SP gegen Lohndumping wehrt, weil sich die Schweizer Preise dadurch kaum anpassen lassen, was zu einer Inlandkrise führen würde. Aber eben, eine vorgängige Anmeldung von Dienstleistungen ist systemfremd. Gesetzesverletzungen werden grund-sätzlich erst nach der Tat abgeklärt.

Sonst müssten zum Beispiel bei jeder Bank einige Wachbeamte und auch Revisoren im Dauereinsatz stehen und auf allen Strassen Dutzende von Polizisten. Und was, wenn jetzt eine Firma ihren Einsatz in der Schweiz nicht meldet? Wie kann das ausfindig gemacht werden?

Die Geschädigten müssen besser informiert werden, damit sie als Whistleblower Meldung erstatten können. Es fragt sich deshalb, ob man nicht ein anderes System, das der EU besser passt, einführen könnte. Die Lohndeklarationen aller Schweizer Firmen werden zum Beispiel regelmässig durch die AHV/Suva überprüft. Dabei werden auch viele andere Buchhaltungskonti angeschaut, ob etwa Arbeitnehmer als Selbstständigerwerbende betrachtet wurden. Auch die Steuerkommissare und die Treuhandfirmen haben «ein Auge» auf die Buchhaltungskonti ihrer Kunden.

Man könnte deshalb ihren «Blickwinkel» noch etwas erweitern. Vor allem müssten der Datenschutz fallen und die gegenseitige Meldepflicht eingeführt werden. Wenn die Strafen bei Wiederholung einer «Missetat» sehr stark erhöht würden, zum Beispiel ein Tätigkeitsverbot in der Schweiz und die Nachzahlung der Löhne, dann würde sich jede betroffene Firma genau überlegen, ob sie zukünftig unnötige Risiken eingeht, wegen einiger Lohneinsparungen.

Und: Wo Menschen sind, gibt es immer Betrügereien, das müssen wir uns bewusst sein; es gibt keine perfekte Lösung dieses Problems!

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