Leserbrief
Geothermie ist eine gute Alternative

«Aus dem Schlaf gerüttelt», Ausgabe vom 21. Mai

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Mit grosser Freude habe ich den Bericht über den heutigen Stand der Geothermie-Förderung in der Schweiz gelesen. Es ist schwer vorstellbar, dass bei gleich bleibenden Preisen künftig der Grundbedarf an elektrischer Energie ohne Erdwärme gedeckt werden kann. Es steht ja auch noch der Rückbau der Kernkraftwerke an. Auch deshalb ist die ETH-Erdwärmeforschung zu begrüssen. Wenn in den Medien und Diskussionen von erneuerbarer Energie die Rede ist, spricht man immer nur über den Solarstrom, die Windenergie und die Wasserkraftwerke. Die Geothermie für Heizungsprojekte und für die Stromerzeugung wird kaum erwähnt. Es gibt seit 1938 Heizungsanlagen mit Wärmepumpen aus Seewasserwärme für das Rathaus Zürich. Für das Hallenbad Zürich gibt es solche seit 1941, für den Bahnhof und die Post-Zentrale in Luzern seit 1985. Doch das scheint bereits vergessen. Auch der Wärmeverbund Riehen (BS) mit Geothermie-Nutzung seit 1994 ist als Beispiel zu erwähnen. Dort wird Heizungswasser von 64 Grad Celsius aus 1547 Metern Tiefe hochgepumpt. Der Dachverband der Akteure der Geothermie in der Schweiz setzt sich für die Entwicklung der Erdwärme-Anwendung ein. Er ist ständig bereit, mit positiven Vorschlägen für die Verwendung der stets vorhandenen, konstanten einheimischen Energiequelle einzustehen. Jeweils wesentliche Mitteilungen sind zu lesen auf https://www.geothermie-schweiz.ch.

Ferenc Özvegyi, Prof. em., Kriens