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Leserbrief

Fair-Food-Initiative ist nötig

Ein Leserbrief zum Artikel «Aufstand der Ausgebeuteten» in der Ausgabe vom 2. Juli.

Der Bundesrat, zusammen mit den bürgerlichen Parteien, empfiehlt die Fair-Food-Initiative, über die wir im September abstimmen werden, zur Ablehnung. Ich kann das nicht verstehen. Denn fair-produzierte Lebensmittel sind ein Bedürfnis in der Bevölkerung. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten wollen die Garantie haben, dass bei der Lebensmittelproduktion Rücksicht auf die Natur, das Tierwohl und die Menschen genommen wird.

Ein abschreckendes Beispiel war kürzlich in dieser Zeitung zu lesen. Billigarbeiterinnen aus Marokko pflücken das ganze Jahr über in Südspanien Erdbeeren für den Export. Diese Erdbeeren werden auch in der Schweiz verkauft. Die Arbeiterinnen verdienen, wenn es gut geht, 40 Euro im Tag. Sie arbeiten Überstunden; die Arbeitsbedingungen sind miserabel, gewohnt wird unter Plastikplanen. Viele Arbeiterinnen berichten von sexueller Ausbeutung: «Wenn du arbeiten willst, musst du mit mir ins Bett gehen», so die aktenkundige Drohung eines Plantagenbesitzers gegenüber Erntehelferinnen.

Die Fair-Food-Initiative schiebt solchen Praktiken einen Riegel. Lebensmittel, die in die Schweiz importiert werden, müssten gemäss unseren Standards produziert werden. Mit fairen Löhnen für die Arbeitenden, mit fairen Preisen für die Bauern, mit klaren Vorschriften für das Tierwohl und mit Rücksicht auf die Natur. Gesundes und fair-produziertes Essen – da spricht wirklich nichts dagegen.

Mariann Hess, Kantonsrätin ALG, Unterägeri

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