Leserbrief
Eine unpassende Ausladung im Advent

Gracia – unerwünscht im Kultur-Advent, Ausgabe vom 27. November.

Alois Juchli, Freidorf
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Es ist schon schizophren: Aus allen Ecken wird posaunt, die europäische Kultur basiere auf christlichen Werten. Und nun heisst es von Seiten des Kultur- und Kunstvereins St.Gallen, ein Mann, der Sprecher des Churer Bischofs, welcher gegen Abtreibung ist, passe nicht zu ihrem Kultur-Advent.

Eigentlich sollte die Präsidentin des Kultur- und Kunstvereins, Claudia Friedl, wissen, dass auch Bischof Markus Büchel gegen Abtreibung ist. Mir ist unerklärlich, wieso Weihnachtsgeschichten nicht zu einem Kultur-Advent passen sollen. Würde da die Erinnerung an Christi Geburt in Weihnachtsgeschichten die friedliche Stimmung bei Glühwein und Musik stören?

Es ist schon so, dass sich Giuseppe Gracia bestätigt sehen kann. In seinem Buch «Das therapeutische Kalifat» prangert er den Gesinnungsterror an, den der «linksliberale Mainstream» zum Teil unterschwellig führt, der in diesem Falle aber offen und plump zu Tage tritt. Der Wirt, der Herrn Gracia eingeladen hatte, wurde nämlich gebeten, ihn wieder auszuladen. Wer dem Zeitgeist nicht folgt, wird abgesägt. «Jeder ist für Toleranz, nur wenn’s drauf ankommt, nicht so ganz.» (W.Busch)

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