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Leserbrief

Eine enttäuschend undifferenzierte Analyse

Abstimmungen sind ein Ventil für Ängste, Ausgabe vom 25. September

Die Religionswissenschafterin Dorothea Lüddeckens von der Uni Zürich kommentiert in einem Interview das Ja zum Verhüllungsverbot im Kanton St.Gallen. In enttäuschender Undifferenziertheit führt sie das deutliche Abstimmungsresultat praktisch ausschliesslich auf vorherrschende Ängste vieler (ungenügend gebildeter?) Menschen vor Fremdem und Unbekanntem zurück, was durch politische Kampagnen auch noch gezielt geschürt werde.

Eine solche einseitige Analyse in der Islamdebatte hören wir repetitiv zur Genüge von entsprechenden Politikerinnen und Politikern. Und auch die Professorin kann es nicht lassen, am Schluss den mahnenden Zeigefinger zu heben und daran zu erinnern, dass Migration auch positiv gesehen werden sollte, ansonsten wir in einer globalisierten Welt nicht bestehen könnten. Schade, einmal mehr ist es nicht gelungen, ein fundiertes Fazit zu einem heiklen Thema zu präsentieren.

Ueli Trösch, Tägerwilen


Die Expertin reiht sich mit ihrer Aussage ein in die Beurteilung des Islamischen Zentralrates, der vor Islamophobie und Ausgrenzung warnt und im Verbot eine Diskriminierung seiner Religion erkennt. Ein Ja zum Verhüllungsverbot hat gar nichts, aber auch rein gar nichts mit Ängsten oder mit einer Diskriminierung zu tun. Genau das Gegenteil ist der Fall.

In der heutigen Zeit braucht es Mut, eine klare Position für unsere Grundwerte und für die Menschenrechte zu vertreten. Das Tragen einer Burka stellt eine eindeutige Diskriminierung der Frau dar. Ich sehe darin eine äusserst grobe Verletzung des Rechtes auf Gleichstellung. Ein Recht, das insbesondere von westlichen Frauen vehement eingefordert wird. Daher kann ich die Aussage von Dorothea Lüddeckens überhaupt nicht nachvollziehen. Das Ja zum Verhüllungsverbot ist ein nötiges und eindeutiges Signal.

Es ist unsere abendländische Pflicht, unsere Werte zu proklamieren und – wenn nötig – mit Verboten einzufordern und zu schützen. In Indonesien, notabene ein muslimisches Land mit sogenannt moderatem Islam, wird jedes siebte minderjährige Mädchen verheiratet. Die Grundwerte des Islam sind mit der christlich abendländischen Kultur nicht vereinbar. Solche Aussagen wie die von Frau Lüddeckens sind schwammig und fördern den Dialog in keiner Weise. Wer sich bei uns integrieren will, muss unsere Grundwerte anerkennen. Darauf basieren unsere Gesetze.

Rolf Honegger, Degersheim


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