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Leserbrief

Ein paar Schritte sollten zumutbar sein

Zur Abstimmung vom 10. Juni in der Stadt Zug über die Initiative «Ja zu Gewerbe und Läden in der Altstadt»

60 oberirdische Parkplätze sollen verschwinden, nachdem im neuen Parkhaus am Postplatz 100 öffentliche Parkplätze bereitstehen. Dies wurde so abgemacht. Im neuen Parkhaus wurden jedoch in Tat und Wahrheit mehr als 200 Parkplätze geschaffen! Auch die nicht öffentlichen Parkplätze führen schlussendlich zu Mehrverkehr in unserer Stadt. Für jeden der 60 oberirdischen Parkplätze, der nun innert einem Jahr verschwinden muss, gibt es mehr als drei neue Parkplätze! Es ist doch jedem Kunden zumutbar, die paar wenigen Schritte zu den vielen schönen Geschäften in der Altstadt zu Fuss zu gehen! Die Zuger Altstadt wurde in einer Zeit geplant und gebaut, als noch kein Mensch sich vorstellen konnte, dass es mal Fahrzeuge geben wird, die mit mehr als Schritttempo durch die engen Gassen kurven werden. Autos gehören eigentlich nicht in diesen Stadtteil. Vor einigen Jahren ist es gelungen, den wunderschönen Landsgemeindeplatz weitgehend verkehrsfrei zu machen. Schaffen wir nun den nächsten Schritt und befreien wir endlich den Postplatz zumindest vom ruhenden Verkehr, zum Nutzen aller!

Damit dies gelingt, braucht es ein Nein zur Initiative.

Stefan Hodel, Mitglied des Grossen Gemeinderats, Alternative-die Grünen, Oberwil


Wer schnell was in den Läden abholen will, könne das nach wie vor tun, liess sich der Stadtpräsident kürzlich verlauten. Güterumschlag heisse das Zauberwort. Dieses Zauberwort hat allerdings so seine Tücken: Erstens kann, wo es nach dem Willen des Stadtrats bald keine Parkplätze mehr gibt, auch nicht mehr legal parkiert werden. Und zweitens ist der Güterumschlag für uns Gewerbler mehr Reiz-, denn Zauberwort. Regelmässig klemmt eine 40-Franken-Busse unter dem Scheibenwischer, weil die für den Güterumschlag zulässigen 30 Minuten überschritten sind. Nicht, weil wir zu bequem sind, das Fahrzeug wegzustellen, sondern weil beim Ent- und Beladen ein Kunde ins Geschäft tritt, ein dringender Telefonanruf zu beantworten ist oder ein Handwerker etwas wissen muss. Die Stadt zeigte dafür in der Vergangenheit kein Verständnis. Oberirdische Parkplätze geben nicht nur unseren Kunden, sondern auch den 1403 Betrieben mit 6000 Beschäftigten im Altstadtgebiet mehr zeitlichen Spielraum im oftmals sehr hektischen Alltag. Mit einem klaren Ja des Zuger Stimmvolkes am 10. Juni zum Erhalt von 42 oberirdischen Parkplätzen ist neben den Kunden auch den vielen Betrieben in der Innenstadt gedient.

Christoph Stotzer, Zug

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