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Leserbrief

«Ein bisschen normal denken»

«Kondomverbot: Huonder legt nach», Ausgabe vom 29. Juni

Bischof Huonders neuester «Hirtenbrief», stellt die Frage, was eigentlich ein Hirte in der katholischen Kirche ist oder sein soll. So wie sich diese Kirche heute zeigt, gibt es kaum grössere Gegensätze zwischen dem, was sie sein will, und dem, was sie ist. Oder war dies nicht immer so?

Diese Doppelmoral ist nicht neu. Vor etwas mehr als sechshundert Jahren war das Konzil in Konstanz. Von drei Päpsten sollte schliesslich nur einer das Sagen haben. Etwa sechshundert Geistliche berieten damals während vier Jahren bei siebenhundert «Hübcherinnen» und in einem bischöflichen Bordell. Jan Hus, der tschechische Reformator, der etwas dagegen hatte, wurde bei lebendigem Leib verbrannt. Natürlich hat sich dies heute gewandelt. Heute werden von dieser Kirche zölibatäre Kinderschänder «weitergereicht» und gemäss «christlicher» Barmherzigkeit vor «weltlichem» Gericht geschützt. Dies regte mich zu einem Bonmot an: In Italien ist der Hauptsitz von zwei Syndikaten mit gegensätzlicher Zielvorstellung – die Mafia und die katholische Kirche. Ein Unterschied besteht auch darin: Die eine rühmt sich ihrer Verbrechen, die andere sucht sie zu vertuschen.

Lieber Herr Hounder, sie sind einer der wenigen, der meine persönliche Geschichte kennt. Könnten nicht Sie und Ihr Pressesprecher ein bisschen normal denken? Normal, so wie uns Gott schuf? (Und uns Gummi und Plastik, nicht nur für Autopneus erfinden/entdecken liess?)

Noch kurz ein Blick nach Afrika. In den nächsten dreissig Jahren wird sich gemäss offiziellen Daten die afrikanische Bevölkerung von einer auf zwei Milliarden verdoppeln. Allein dieser Zuwachs ist eine Eins mit neun Nullen! Heruntergerechnet ergibt dies ein Zuwachs von monatlich über zwei Millionen Menschen! (Kein Problem, da in der Sahara Sonnenblumen, Kartoffeln und Gurken so gut gedeihen). Dazu meinen gewisse Politiker: «Wir schaffen das». Es sind die gleichen, die eine europäische Lösung wollen, für ein Europa, das es nicht gibt! Bei so viel Naivität, denke ich manchmal: Ich bin froh, dass ich so alt bin, wie ich bin.

Josef Frick, Zug

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