Leserbrief
Digitalisierung gibt es auch auf der Ackerfurche

Boden gutmachen in Tänikon, Printausgabe vom 13. Juni

Valentin Diethelm, Staad
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Als Fachkundelehrer für Pflanzenbau an einer grösseren Berufsfachschule des Kantons St. Gallen durfte ich eine zweimonatige Weiterbildung an der Forschungsanstalt Tänikon verbringen.

Da wurde ein Balkenscanner auf der Traktorenkabine installiert, welcher bei der Feldüberfahrt den Blattgrüngehalt des Getreides einscannte und entsprechend der Blattfarbe automatisch mehr oder weniger Stickstoffdünger durch die Schleusen des Düngerstreuers liess. Das ist Gewässerschutz pur! Es wurde geforscht, mit Mikrowellen die fleischigen Wurzeln von Unkräutern punktuell und chemiefrei zu zerstören und vieles mehr. Digitalisierung existiert eben nicht nur in der Fabrikhalle oder im Schulzimmer, sondern auch auf der Ackerfurche.

Ich würde die Aufrechterhaltung des Standortes Tänikon sehr begrüssen, weil ich persönlich und eindrücklich vor Ort gesehen habe, dass dort ein grosser Pool an bodenkundlichem Wissen besteht.

Ausserdem hat regional abgestimmte Forschung seine Berechtigung, denn unser Nachbarkanton Thurgau hat sehr viele Fruchtfolgeflächen und ist die Getreide-, Beeren- und Gemüsestube vor unserer Haustüre.

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