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Leserbrief

Die Netzsperren sind einfach zu umgehen

Zur Abstimmung vom 10. Juni über das «Bundesgesetz über Geldspiele»

0,8 Prozent der Bevölkerung zeigen ein risikoreiches Glücksspielverhalten und 0,5 Prozent sind spielsüchtig. Unter dem Vorwand, diese schützen zu wollen, will man den restlichen 8,4 Millionen Schweizern verbieten, auf die Websites der ausländischen Anbieter von Glücksspiel zuzugreifen. Diese sogenannten Netzsperren lassen sich jedoch einfach umgehen und gerade Spielsüchtige werden dies rasch herausfinden. Das eigentliche Ziel der befürwortenden Casino-Lobby ist aber sowieso die Absicherung der eigenen Pfründe gegen ausländische Konkurrenz. Sie betreiben Angstmache, dass bei einem Nein plötzlich Gelder für den Lotteriefonds und damit für gemeinnützige Zwecke fehlten. Dies kann ganz einfach verhindert werden, indem die ausländischen Anbieter ebenfalls lizenziert werden und dann die gleichen Abgaben zahlen wie die Schweizer Casinos. Länder wie Dänemark und Grossbritannien beweisen, dass diese liberale Regelung mit gleichen Rahmenbedingungen für alle funktioniert. Falls wir das neue Gesetz annehmen und diese Zensur einführen, schaffen wir ein gefährliches Präjudiz. Direkt nach der Abstimmung kämen diverse weitere Branchen, welche ebenfalls einen Schutz gegen ausländische Online-Anbieter fordern würden. Zensur ist in einem freien Land aber mit nichts zu rechtfertigen, deshalb sage ich aus voller Überzeugung Nein zum Geldspielgesetz.

Patrick Mollet, Vizepräsident FDP Kanton Zug, Zug


Die Casinos behaupten, die Netzsperren seien ein gutes Mittel zur Suchtprävention. Dem ist nicht so. Nicht nur, dass die Sperren innerhalb weniger Minuten umgangen werden können, sie drängen sowohl die normalen Spieler als auch die Süchtigen in einen vollkommen unregulierten Schwarzmarkt, in dem man keine Kontrolle hat. Die bessere Option wäre es, nicht nur den terrestrischen, sondern allen Online-Casinos, die sich an unsere Vorgaben halten, die Möglichkeit zu geben sich konzessionieren zu lassen. Mit einer solchen Lösung könnte man auch die süchtigen Spieler effizient vom Online-Geldspiel ausschliessen und sie auf allen Plattformen sperren. Nein zum Geldspielgesetz!

Adrian Dubach, Vorstand Jungfreisinnige, Kantonsratskandidat. Steinhausen


Am 10. Juni stimmen wir über das Geldspielgesetz ab. Die Befürworter argumentieren, dass mit der Ablehnung des Geldspielgesetzes eine Milliarde Franken für Sport und Kultur gefährdet seien. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen! Der Lotteriefonds unterstützt Sport und Kultur. Bei einem Nein werden diese Gelder nicht weniger, da sich die Gesetzgebung für den Lotteriefonds bei einer Ablehnung des Gesetzes logischerweise nicht ändert, sprich der Status quo bleibt erhalten.

Auch die Behauptung, dass Geld für die AHV wegfalle, stimmt nicht. Im Gegenteil: Die Kontrolle und Besteuerung des grossen internationalen Online-Angebots wird zu spürbaren Mehreinnahmen zu Gunsten der AHV führen. Das aktuelle Gesetz will ausländische Anbieter mit Netzsperren zensieren. Die Netzsperren können innert 30 Sekunden und laut dem neuen Gesetz sogar legal umgangen werden. Der Spieler befindet sich dann in einem Schwarzmarkt. Da aus den Erträgen im Schwarzmarkt jedoch keine Abgaben erfolgen, entgeht der AHV mit dem zur Abstimmung stehenden Gesetz sehr viel Geld. In einem neuen Gesetz könnte man die ausländischen Anbieter für Online-Geldspiele konzessionieren und somit den Schwarzmarkt reduzieren. Zudem profitieren wir von mehr Geld für die AHV!

Ich fordere ein besseres Gesetz, welches das internationale Angebot integriert, den Schwarzmarkt verhindert und die Spieler richtig schützt!

Gian Brun, Präsident Jungfreisinnige Zug, Kantonsratskandidat, Hünenberg See


Die staatsbürgerliche Pflicht liegt nun in meinem Briefkasten. Der Stimmrechtsausweis mit Abstimmungs- bzw. Wahlmaterial. Ich werde mein Stimmrecht wahrnehmen. Für oder gegen die Banken und das Geldspielgesetz sind die Themen. Sie betreffen mich weniger, als die neuste Gegenwart im Kanton Zug. Da fällt auf, dass viele architektonische Gewalttaten sich breit machen. Die gesetzlich geforderte Einordnung wird zu Gunsten der Immobilienindustrie und der Wachstumshysterie interpretiert. Das Ergebnis ist ein hässlicher Agglomerationsbrei, der sich immer mehr in Quartiere frisst. Das dank der Unfähigkeit der Zonenplaner und Politiker menschengerechte Architektur zu fördern, was mich wenig erstaunt, wenn staatliche Stellen nicht einmal fähig sind ein Abstimmungscouvert zu verschicken, das sich problemlos so aufreissen lässt, um es anschliessend für die briefliche Stimmabgabe zu verwenden.

Rudolf Beglinger, Allenwinden

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