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Leserbrief

Die Natur macht es am besten

Da fällt auch der letzte Apfel, Ausgabe vom 11. Oktober.
Guido Schildknecht, Mörschwil, Präsident Vereinigung Hochstammobstbau Schweiz

So erhaben wie auf dem Bild im Tagblatt ist er nicht, der Baumschüttler. In den 70iger-Jahren haben wir mit dem neuen Monstrum auf unserem Hof die ersten Schüttelversuche angestellt.

Darauf habe ich der eidgenössischen Forschungsanstalt in Wädenswil telefoniert, sie möchten bitte Forschungsversuche einplanen und abklären, ob der beeindruckende Schüttelschock nicht auch negative Folgen auf die feinen Saugwürzelchen im Boden haben könnte. Leider blieb eine Antwort aus!

Kürzlich meinte einer der besten Luzerner Hochstammobstbauern am Telefon, der Baumschüttler schade den Bäumen. Immer mehr haben wir erkannt, dass der beste Baumschüttler die Natur ist. Bei den Mostbirnen ist das schon längst die Praxis – immer wieder auflesen!

Bei den Mostäpfeln sehe ich den grössten Nachteil, dass zu früh geschüttelt wird. Ganz besonders diesen Herbst trat das deutlich zutage. Nach dem Tropensommer begann das Obst sehr früh zu fallen – darunter auch angefaulte Früchte (was viel Sortierarbeit mit sich brachte). So dachten die Bauern, die Äpfel seien schon reif und riefen den Baumschüttler.

Das war mitschuldig an der Überbelastung der Mostereien. Eine weitere Sorge ist mir das Schütteln von Sorten, die noch weit von der Erntereife weg sind. «Nemm di säbe Bohnöpfel und Engishofer grad au no – Schluss mache! Leider geht das Mitgefühl für die Natur immer mehr verloren, was so wichtig ist für einen feinen und gesunden Most.

An meinen Diavorträgen «Den Hochstammobstbaum neu entdecken» zitierte ich ab und zu den Ausspruch: «Mit der Schüttelmaschine und dem Nachputzen braucht man für einen grossen Baum eine halbe Stunde, vereint mit der Natur und dem Nachsäubern von Hand 30 Minuten.»

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