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Leserbrief

Die langjährigen Kunden nicht vergessen

Zur geplanten Schliessung der Raiffeisenbank Oberägeri

Im Artikel der «Zuger Zeitung» vom 16. Mai 2018 sagt Kurt Sidler, Präsident Raiffeisenverband Luzern, Ob-und Nidwalden: «Wir sind keine Grossbank, welche den Gewinn maximieren muss. Wir sind in erster Linie für unsere Mitglieder da.» Dieses Gedankengut sollte auch der Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Ägerital-Sattel befolgen. Die Aussage von Kurt Sidler hat mich motiviert, meine Gedanken, die ich auch dem Verwaltungsratspräsidenten mitgeteilt habe, der Bevölkerung mitzuteilen.

Es ist mir klar, dass heute die junge Generation alles mit den elektronischen Geräten erledigen. Es gibt aber auch die ältere Generation, die diese Möglichkeiten nicht beherrschen oder den persönlichen Kontakt am Schalter bevorzugen. Das sind Kunden, die seit vielen Jahren zu den treuen Mitgliedern der Raiffeisenbank gehören. Diese Generation lässt der Verwaltungsrat links liegen mit dem Argument, Kosten zu senken.

Es wäre interessant zu wissen, wie viele Mitglieder zu der älteren Generation gehört und sich weiterhin eine Raiffeisen-Bankfiliale in Oberägeri wünschen. Vor zwei Jahren ist an der GV die Fusion Oberägeri-Sattel mit Unterägeri beschlossen worden. Damals wurde orientiert, dass sich für die Mitglieder von Oberägeri nichts ändere, die Bank bleibe weiterhin bestehen. Hätte damals jemand gesagt, in drei Jahren werde die Filiale Oberägeri geschlossen, wäre der Fusions-Antrag wohl grossmehrheitlich abgelehnt worden.

Meine Einschätzung ist, dass der Verwaltungsrat schon damals den Gedanken hatte, die Filiale Oberägeri zu schliessen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die junge Generation erst in den letzten beiden Jahren die elektronischen Möglichkeiten nutzte und damit die Schalterfrequenzen massiv zurückgingen.

Die Geschäftsstelle an der Hauptstrasse 42 war im Jahre 2008 bezugsbereit und dafür wurden etwa 9 Millionen Franken investiert. Bei einer Schliessung der Filiale würde der Verwaltungsrat vermutlich die Räumlichkeiten verkaufen. Die damaligen Kosten für die Sicherheitsanlagen, Schliessfächer, Tresoranlagen et cetera, sind wohl abzuschreiben, da ein neuer Käufer kaum Verwendung dafür hat. Da geht auch eine grosse Summe Geld verloren. Dazu kommen Kosten für bauliche Anpassungen oder Erweiterungen in Unterägeri. Es ist anzunehmen, dass diese Investitionen die eingesparten 200AABB22000 Franken von Oberägeri um ein Vielfaches übertreffen. Und nicht ausser Acht lassen darf der Verwaltungsrat ein möglicher Ertragsausfall, wenn Mitglieder und Kunden ihre Guthaben kündigen.

Ich hoffe der Verwaltungsrat korrigiert seinen Entscheid, damit auch die ältere Generation der Mitglieder ihre Bankgeschäfte wie gewohnt am Schalter im Dorf erledigen können und somit der Aussage von Kurt Sidler: «Wir sind keine Grossbank, welche den Gewinn maximieren muss, wir sind in erster Linie für unsere Mitglieder da», nachkommt.


Josef Merz, Oberägeri

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