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Leserbrief

Der Papst, der mit Andersdenkenden spricht

Selbst für einen überzeugten Freigeist eignet sich Papst Franziskus denkbar schlecht als «Feindbild». Der Pontifex maximus, der Bischof von Rom, der Heilige Vater , der «Stellvertreter Gottes auf Erden», oder einfach «nur» Papa Francesco, wirkt so (fast zu) bescheiden.

Ganz besonders freundlich mit franziskanischer Spiritualität, und ganz besonders klug, mit jesuitischer Dialektik, spricht er auch und gerade mit Andersdenkenden.

Die moralinsaure Dogmatik des Vorgängers fehlt gänzlich. Doch die grössten Herausforderungen warten zu Hause auf ihn. Dort tragen einige «Kurien-Wölfe» im Schafspelz nicht Prada, sondern Rot. Ich wünsche dem Papst eine titanische Gesundheit und Methusalem als zweiten Vornamen. Denn so lange braucht es wohl, bis auch im Vatikan die Bergpredigt höher gehandelt wird als der angewandte Machiavellismus. Pace e Bene für den guten Hirten und für uns alle. Wir können es alle gut gebrauchen.

Raffaele Ferdinando Schacher Rorschach


Papst Franziskus passt nicht ins Schema konservativ-progressiv. Das zeigt der Zeitungsbeitrag von Dominik Straub vom 20. Juni überzeugend auf – dem Papst geht es um Lebensfreude, Barmherzigkeit und Solidarität mit den Benachteiligten.

Ich bin dankbar für Papst Franziskus und den Dalai Lama, die zwei moralischen Autoritäten, die den Weg weisen in eine Zukunft, die nicht auf Abschottung und Egoismus beruht. Beide Persönlichkeiten kann man übrigens momentan in Kinofilmen näher kennen lernen.

Bruno Dörig, St. Gallen


Anlässlich des Papstbesuches konnte es SRF nicht unterlassen, gleichentags einen mehr oder weniger «schluddrigen» Beitrag zu bringen. Da wurden Kosten aufgerechnet und gefragt, warum der Vatikan diese nicht übernehmen würde. Seit wann muss der Gast für die Kosten aufkommen? Wäre das nicht viel mehr Sache des Gastgebers Schweiz gewesen?

Wie war das, als im Januar ein gewisser Donald Trump mit viel Pomp in die Schweiz kam? Skyguide, Polizei, Militär mussten aufgeboten werden, um diesem «Ego-Typ» die grosse Ehre zu erweisen. Unsere vorab bürgerlichen Politiker konnten es nicht unterlassen, diesem Herrn den «Schmuus» zu bringen. Wie viel Millionen Franken an Steuergeldern wurden damals ausgegeben? All jene Bürger, die mit Herrn Trump nichts am Hut haben, mussten trotzdem ihren Beitrag zwangsweise (über die Steuern) bezahlen. Es ist recht scheinheilig, wenn nun dem Papst respektive dem Vatikan ein Vermögen von mehreren Milliarden aufgerechnet wird. Über welches Vermögen verfügt denn Donald Trump und wie hoch war sein Beitrag zu seinem Besuch in Davos?

Ich halte es mit dem Regisseur Wim Wenders, der während vier Jahren einen Film über Papst Franziskus gedreht hat. Sein Kommentar: «Ich kenne keinen anderen Menschen, der so viel Mut hat. Papst Franziskus lehrt und praktiziert eine ‹Utopie›, die alle unsere Politiker verraten.»

Klaus Mathies, St. Gallen

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