Leserbrief
Der Fall ist glasklar

Streit um Baum in Untereggen eskaliert, Ausgabe vom 22. November.

Peter Braunwalder, Untereggen
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Die Rechtsbelehrung der Behörde aus Untereggen gegenüber Gericht, Anwalt des Beklagten und Kanton ist lächerlich. Ich kenne diesen Fall von A bis Z. Wenn man die Schutzverordnung liest und das Gelesene auch richtig interpretiert, ist alles glasklar. Da gibt es nichts zu eskalieren. Man muss zu Fehlern stehen.

Im Artikel 20 der Schutzverordnung steht, dass der Gemeinderat zu sorgen hat, den Eigentümer zweckmässig zu informieren. Dazu das Schutzobjekt zu markieren. Beides wurde unterlassen. Recht gehört, der Recht hat. Dieser Entscheid wurde nicht so gefällt wegen mangelnden Beweisen zu Gunsten des Angeklagten. Die Fakten sind klar. Solche Schnellschüsse fallen auf einen zurück. Zuerst schaut man, ob das Recht auf meiner Seite steht, die Verordnung pflichtgemäss umgesetzt wurde.

Das höchste der Gefühle kommt im zweitletzten Satz in der Stellungnahme der Behörde im Gemeindeblatt. Das unentschuldigte Fernbleiben vor Gericht sei die Überlegung, den Beschuldigten nicht zusätzlich zu belasten. Wenn die Herren beim Gericht die Niederlage abholen müssen, will man auf einmal den Beschuldigten schützen. Sehr speziell. Da kann man nur noch sagen, gute Nacht und gute Besserung Untereggen.

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