Leserbrief
FCL: Abzeichnende Krise oder nur Verletzungspech?

«FCL rutscht immer mehr in Krise», Ausgabe vom 27. September

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Die FCL-Transferaktivitäten von Fabio Celestini und Sportchef Remo Meyer sind nicht erst seit dieser Saison umstritten. Der Trainer stehe nicht zur Diskussion, sagt Remo Meyer. Aber den Wert einer solchen Aussage zu einem angezählten Coach kennen die Sportinte­ressierten mittlerweile. Zu Recht beklagen sich Meyer und Celestini über das grosse Verletzungspech.

Dazu habe ich eine Feststellung gemacht: Wie ist es möglich, das in der gesamten Chefetage übersehen wird, dass es im Moment zwei fitte Spieler gibt, die es sich leisten können, ohne Schienbeinschoner und mit halb herunter hängenden Stulpen zu spielen? Der eine seit dieser Saison, der andere ab und zu. Aus meiner Sicht ist das fahrlässig.

Jeder Junior weiss das, und schon vor 50 Jahren gab es Bussen im bezahlten Fussball. Heute ist der Fussball ohnehin brutaler geworden und das ist auch der Hauptgrund, dass ich für den Video-Assistant-Referee (VAR) bin. Die versteckten Fouls gehören der Vergangenheit an. Ich weiss als ehemaliger Spieler, von was ich rede, denn ich wurde auch Opfer solch eines brutalen Schlages auf das Knie. Die Schiedsrichter müssten meiner Meinung nach beim VAR manchmal etwas schneller handeln.

Nun wünsche ich dem FCL etwas mehr Glück, das es auch braucht, eine positivere Einstellung und weniger verletzte Spieler, sodass sich das Blatt zu seinen Gunsten wendet. Die Saison ist noch jung, Zeit genügend vorhanden.

Heinz Kissling, Buochs


Jetzt und nicht eventuell später muss gehandelt werden! Der Trainer erreicht seine Mannschaft nicht mehr, er geht mit seiner kleinen Tochter nach dem Spiel auf dem Rasen spazieren, statt sich der Spieler mit ihren hängenden Köpfen anzunehmen. Der Sportchef prahlt mit tollen Transfers und rekrutiert Veteranenspieler von Bayern München und vom VfB Stuttgart. Direkt nach dem Spiel sagt er nichts. Der Ersatztorhüter kann seine Vorderleute nicht dirigieren.

In anderen Klubs hätten die Verantwortlichen keine Geduld gehabt und die Konsequenzen gezogen, Ersatz auf den erwähnten Positionen gefunden. In Buochs steht ein junger, strebsamer und dem FC Luzern gehörender Mann im Tor. Dieses Talent könnte an der Seite von Marius Müller wachsen.

Ein ehemaliger St.-Gallen-Spieler und Ex-Luzerner wäre für die Abwehr frei. Im Mittelfeld könnte eventuell ein Ex-FCZ-Profi und früherer Luzerner bessere Pässe für die lauffreudigen Stürmer schlagen als die aktuellen Aufbauer.

Das Amt des Trainers ist auch zu hinterfragen, denn es gibt sehr gute Fachleute auf diesem Gebiet, die zur Verfügung stehen würden. Ich denke an Marcel Koller oder auch an den entlassenen Trainer des FC Lugano. Vielleicht könnte man den Mehrheitsbesitzer des Klubs und des Stadions sowie Pächter des Schützenhauses freundlich anfragen, ob er bereit wäre, noch einige Finanzlöcher vorübergehend zu schliessen.

Victor Villiger, Udligenswil

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