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Leserbrief

Ab sofort dürfen Bankräuber keinen Strumpf mehr überziehen

Da wurde eine Scheinlösung gezimmert, Ausgabe vom 24. September.

Bei vermummten Hooligans scheint die Lösung zu greifen. Und sollte es auch in Situationen wie auf dem warnenden Foto von Mads Claus Rasmussen tun: Denn Burka-Frauen tragen stets sehr feine Handschuhe. Die in groben Ski- oder Töffhandschuhen klobigen Finger deuten auf einen verhüllten Mann. Was steckt in der grossen Tasche? Berührungsängste in Bezug auf die exotische Erscheinung sind hier nicht angebracht. Jedoch wäre für einen einzelnen Polizisten beim Ansprechen Vorsicht geboten! Saudische Ehepaare etc. nehmen zum Teil ein Ansprechen auf ihre Verhüllung recht locker.

Für sie könnte der Schweiz-Trip ein Abenteuer zum Ausprobieren europäischer Freiheiten werden. Sogar der saudische Kronprinz lockert die strenge Gesellschaftsetikette, um die Frauen fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Der Koran erwähnt nur ein Tuch über dem Haupt, eine damalige Gesellschaftsetikette. Eine Beschreibung von Burka oder ähnlichen Kleidungsstücken mit Tragegebot gibt es nicht. Sie hat mit dem Islam nichts zu tun, sondern ist eine extreme Bekleidungsvorschrift einiger Stammesgemeinschaften der Arabischen Halbinsel. Islamophob ist das Verhüllungsverbot also keinesfalls.

Leider werden es wohl Nora Illi und andere Burka-Aktivistinnen nutzen, um sich wieder einmal in Szene zu setzen. Ihr exhibitionistisches und egoistisches Vorgehen schadet dem Islam in Europa. Denn hier hat er nur in seiner säkularen, gemässigten Ausprägung eine Chance. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte unterstützt das «Burkaverbot» in Belgien. Ein Land darf es implementieren, als den Schutz «der Rechte der Anderen» in Unterstützung des Zusammenlebens der Bürger. Mit anderen Worten: Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Friedens.

Urte Furrer, Zuzwil


Mir ist im Kanton St.Gallen noch nie eine Muslima mit einem Gesichtsschleier begegnet. Haben wir da wirklich einem Gesetz zugestimmt für ein Problem, das es gar nicht gibt? Da müssen wir für besagten Gesetzesartikel sofort und kreativ weitere Anwendungsgebiete suchen.

Mir fällt ein: Ab sofort dürfen Bankräuber keinen Strumpf mehr überziehen, wenn sie eine Schalterhalle betreten. Auch Tankstellendiebe dürfen sich kein Nastuch mehr vors Gesicht binden. Damit erleichtern sie der Polizei die Fahndung ganz wesentlich, und die kantonale Bussenkasse erhält von dieser Seite doch noch den einen oder andern Batzen. Das neue Verhüllungsgesetz ist somit nicht ganz für die Katz. Wahrlich, der Berg (Säntis auf St.Galler Seite) hat ein Mäuslein geboren!

Verena Roth, Wattwil


Jetzt haben wir den Salat, will heissen, zwei Gesetze mit (mehr oder weniger) demselben Verbot. Offensichtlich weiss die Polizei jetzt nicht, welches Verbot angewendet werden muss. Oder wie ist es zu erklären, dass in Rapperswil vor dem Eishockey-Match zwischen Rapperswil-Jona und dem ZSC vermummte ZSC-Fans (sprich Chaoten) Böller und Pyros in der Stadt zündeten, die Leute anpöbelten und flanierende Bewohner in die Flucht schlugen?

Angeblich wurde schon auf dem Schiff, mit welchem die Chaoten nach Rapperswil pilgerten, Schiffspersonal attackiert und ein Matrose verletzt (unter anderem ein geplatztes Trommelfell), weil er verhindern wollte, dass auf dem Schiff Böller und Pyros abgebrannt werden. Bewohner, welche das Ganze auf dem Smartphone festhalten wollten, wurden von einem privaten Sicherheitsdienst unwirsch angewiesen, dies zu unterlassen!

Das Verhüllungsverbot darf nur angewendet werden – ich zitiere –, wenn im konkreten Einzelfall eine Bedrohung oder Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder den religiösen oder gesellschaftlichen Frieden geschaffen wird. Da haben die Chaoten Glück, dass das Gesetz noch nicht rechtskräftig ist.

Übrigens: Verhaftungen auf Grund welches der beiden Gesetze auch immer – bis jetzt Fehlanzeige! Da solche Vorkommnisse jedes Wochenende geschehen, bleibt die Frage, wer hier gefordert ist: die Politik oder die Polizei oder gar ein privater Sicherheitsdienst? Ansonsten werden unsere Gesetze ad absurdum geführt.

Herbert Stalder, Oberbüren


Fremdenangst ist irgendwie ein Pleonasmus, denn etwas Fremdes ist uns nicht vertraut, und nur ein «Dümpel» hat zu Fremden grenzenlos Vertrauen. Besonders «schlau» ist der Kommentar im Tagblatt: «Das Verhüllungsverbot ist nur Symbolpolitik, die Angst vor dem Fremden schürt»! Das Gegenteil ist wahr.

Man nehme doch bitte einfach jetzt zur Kenntnis, dass St.Gallen diese belebten Hüllen und Gewänder nicht auf seinen Strassen möchte! Wieso nicht bereits den Anfängen wehren? Und noch etwas: Wie viele im Islam Geborene kämpfen individuell auf ihre Art dafür, ihren Freiraum weit zu halten und sind froh ob dieses Resultats!

David Zaugg, St.Gallen


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