Polemik
Weg mit den Virenschleudern!

Wer krank ist und seine Bazillen auf die unschuldigen Mitarbeiter loslässt, sollte unverzüglich nach Hause geschickt werden.

Marcel Kuchta
Marcel Kuchta
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«Weg mit den Virenschleudern!» sollte eine neue Kampagne bei Arbeitgebern mit Grossraumbüros heissen.

«Weg mit den Virenschleudern!» sollte eine neue Kampagne bei Arbeitgebern mit Grossraumbüros heissen.

Keystone

Man kann das Unheil förmlich sehen und vor allem hören. Wenn im Grossraum-Büro der Kollege rechts vis-à-vis und jener hinten rechts quasi im Minutentakt niesen, husten und geräuschvoll in Papiernastücher schneuzen, dann ist klar, wohin die Reise mittelfristig führt: ins Krankenbett. Denn leider machten die Viren auch bei mir keine Ausnahme und legten mich mit ein paar Tagen Verzögerung tatsächlich artig flach.

Wenn man sich dann fiebrig schwitzend und von Kopfweh geplagt im Bett wälzt, wünscht man sich seine ehemals kranken Büro-Gspänli, die mittlerweile wieder putzmunter unterwegs sind, ins Pfefferland. «Weg mit den Virenschleudern!» sollte deshalb eine neue Kampagne bei Arbeitgebern mit Grossraumbüros heissen. Wer krank ist und seine Bazillen auf die unschuldigen Mitarbeiter loslässt, sollte unverzüglich nach Hause geschickt werden.

Mittlerweile bin ich wieder im Dienst und huste mich durch den Büroalltag. Wenns den Kollegen hinten links erwischt: egal. Ich bin dann schon in der Ferien, wenn ihn meine Viren erledigt haben ...