Polemik
Wahnsinn in den Festtagswünschen

Weihnachten ist vorbei – doch die Festtagswünsche klingen nach. Meist positiv. Es sei denn, man verstopfe mir die Mailbox mit einem banalen «happy new year».

Sabine Altorfer
Sabine Altorfer
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Der Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Strassburg.

Der Plenarsaal des Europäischen Parlaments in Strassburg.

Keystone

Aber manchmal zuckt man unhappy zusammen.

Der Schweizer Fotograf Luca Zanier hat mit seinen Grüssen ein Bild vom Plenarsaal des Europarlamentes in Strassburg geschickt. Der Augenfänger verlockt zum Lesen der Bildlegende. Die ist nicht unbedingt festlich. «Nur einmal im Monat verlegen die 751 Abgeordneten des Europaparlaments ihre Sitzungen für vier Tage an ihren Zweitsitz Strassburg, begleitet von knapp 4000 Mitarbeitern und Dolmetschern und ganzen Lastwagenladungen von Unterlagen. Rund 200 Millionen Euro Steuergelder verschlingt die parlamentarische Pendlerkarawane pro Jahr. Nur ein einstimmiger Beschluss der 28 EU-Mitgliedsstaaten könnte der Wanderbewegung ein Ende setzen. Bislang blockierte die französische Regierung alle Versuche, Brüssel zum alleinigen Parlamentssitz zu erklären.»

Kommentar überflüssig, würde ich meinen. Trotzdem: a happy new year!

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