Per Autostopp um die Welt
Verfolgungsjagd in Turkmenistan: Im Nordkorea Zentralasiens der Polizei entwischt

Der nächste Halt von Thomas Schlittler auf seiner Autostopp-Weltreise ist Turkmenistan. Lesen Sie hier was Schlittler diese Woche auf seiner Reise alles erlebt hat: Von einer Verfolgungsjagd und dem "Tor zur Hölle".

Thomas Schlittler*
Thomas Schlittler*
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WOCHE 27: Von Kashgar nach Stadtende Kashgar: Die Woche beginnt auf dem Roller von Turghunsan.
178 Bilder
Von Stadtende Kashgar nach Yarkant: Auch Jilil und seine zwei Söhne sind Uiguren, wie fast alle meine Fahrer in dieser Woche.
Von Yarkant nach Hotan: Diese drei älteren Herren(da ist noch einer im Hintergrund)amüsieren sich köstlich darüber,dass ich weder Uigurisch noch Chinesisch kann.
Von Hotan nach Stadtende Hotan: Familienausflug auf der Ladefläche eines kleinen Traktors.
Von Stadtende Hotan nach ein bisschen ausserhalb Hotan. Und im gleichen Stile geht es weiter.
Von ein bisschen ausserhalb Hotan nach Lop: Ich schaffe es so bis in die nächste Ortschaft.
Von Lop nach Qira: Dennoch muss ich laaange warten, bis mich der 22-jährige Ürgesh in seinem kleinen Lieferwagen mitnimmt.
Von Qira nach Damagouxiang: Danach muss ich erneut mehr als eine Stunde warten.
Von Damagouxiang nach Keriya: Und weil ich in dem kleinen Kaff keinen Platz zum Schlafen finde, stöpple ich im Dunkeln noch ein bisschen weiter - mit Erfolg!
Von Keriya nach Aoyituogelakexiang: Mehti(links)und sein Freund sind mit ihrem vollgestopften Auto auf dem Weg an den Bazar.
Von Aoyituogelakexiang nach Niya: Mit Mahmed(rechts)und Mehrali(falsche Schreibweise wahrscheinlich) geht es dann endlich wieder etwas weiter, rund 90 Kilometer.
Und das ist der nette Herr, der Erbarmen hat.
Von Niya nach Ruokeyaxiang: In Niya (auch Minfeng genannt) nimmt mich dann erneut ein Motorrad mit Ladefläche mit.
Von Ruokeyaxiang nach Abzweigung Wüste: Diese Herren hätten mich für eine grosse Distanz wohl kaum gratis mitgenommen,aber für 20 km drücken sie ein Auge zu.
Von Abzweigung nach drei Häuschen in Wüste: Die ersten 50 km in der Wüste zwänge ich mich in diesen Lieferwagen.
Von drei Häuschen in Wüste nach Korla: Da geht es stundenlang nur in kleinen Schritten vorwärts und dann Baaammm_700km mit Almetschaid und Mehda (rechts).
Von Korla nach mitten auf die Autobahn: Am nächsten Tag nimmt mich Zhu mit, die erste Han-Chinesin.
Von Autobahn nach Yanqi Autobahnausfahrt: Diese beiden Damen befreien mich aus dieser ungemütlichen Situation.
Anfangs bin ich wenig erfreut darüber, dass ich nun im Polizeibus auf der Autobahn sitze.
Für die Polizisten bin ich eine Attraktion.
Von Yanqi Autobahnausfahrt nach Yanqi Bahnhof.
Von Yanqi Bahnhof nach Ürümqi.
WOCHE 26: Von Bishkek nach Sokuluk. Medet ist Taxifahrer.
Von Sokuluk nach Kara-Balta Jerkin hat ebenfalls drei Kinder.
Von Kara-Balta nach Sosnovka: Ich traue meinen Augen kaum, als Jamal anhält-eine Frau!Das letzte Mal hat mich in Rumänien eine Frau mitgenommen, vor vier Monaten!
Von Sosnovka nach Kaff bei Autobahngabelung_Und mein Autostopp-Tag in Kirgisistan hält weitere positive Überraschungen parat_Kuba(links) spricht perfekt Englisch.
Der 32-jährige Kirgise lebt seit 10 Jahren in London.
Der Aufstieg hat sich gelohnt.
Nach 100 Kilometern müssen Kuba und Islam abbiegen.
on Kaff bei Autobahngabelung nach Dschalalabat_Schön ist das Plätzchen,aber auch kalt.
Von Dschalalabat nach Osh_Dank Homal lerne ich auch Milbek (rechts) und seinen Geschäftspartner kennen .
100 Kilometer vor Osh steige ich zu Milbek in den Ford.
Am nächsten Tag offeriert mir Milbek dann noch eine kräftige Mahlzeit, bevor wir uns voneinander verabschieden.
Von Osh nach Gulcha_Nach einer weiteren Nacht in Osh geht es dann früh morgens weiter_Medet (links) belohnt mich für das frühe Aufstehen.
Medet nimmt nicht nur mich mit, er hält für jeden, den er am Strassenrand sieht.
Von Gulcha nach Irkeschtam (Grenze China)_Weiter geht es mit LKW-Fahrer Milbek (ja, schon wieder Milbek, aber ein anderer Typ).
Erst meine ich, dass ich mit Milbek nur bis in die nächste grössere Ortschaft kann.
Wir müssen einen schneebedeckten Pass überqueren.
Wir haben deshalb Zeit für ein kleines Fotoshooting von Milbek und seinem LKW.
Als es nach rund 20 Minuten weitergeht, wird die Strasse noch schlechter befahrbar.
Von Irkeschtam (Grenzposten China I) nach Grenzposten II_Die Grenze muss ich separat überqueren,ich verliere Milbek aus den Augen-dafür nimmt mich Meturbek mit.
Von Grenzposten China II nach Ulugqat_Leider nicht weit.
Von Ulugqat nach Kashgar_Als ich dort das Zollprozedere abgeschlossen habe und das Gebäude verlasse, treffe ich erneut auf Milbek- er bringt mich im Dunkeln nach Kashgar.
WOCHE 25: Von Schymkent nach Aksukent: Es war eine kurze Autostopp-Woche, wegen des Wetters allerdings keine einfache. Als mich Altinbeg auflädt, regnet es in Strömen.
Von Aksukent nach Taraz: Trampen im Regen ist unangenehm, dafür profitiere ich von einem Mitleidsbonus_Der Fahrer dieses Shared-Taxis nimmt mich kostenlos mit.
Von Taraz nach Korday: Ein kleines Wunder_Aldiar(links)und Islam sprechen Englisch.Endlich kann ich wieder einmal richtig unterhalten!Sie bringen mich zur Grenze.
Von Korday nach Bishkek: Von dort sind es nur 20 Kilometer bis in die kirgisische Hauptstadt Bishkek. Im Dunkeln nimmt mich ein Typ mit, der leider kein Foto machen will.
WOCHE 24: Von Buchara nach Gala Osiyo_Suchid ist Hobby-Taxifahrer.
Von Gala Osiyo nach Vobkent_Genau das Gleiche gilt für Bobor (rechts) und seine Kollegen.
Von Vobkent nach Gijduvon_Auch Sunad (links) und Surik stellen unzählige Fragen - die ich aber wie so oft nicht verstehe.
Von Gijduvon nach Qiziltepa_Ali hilft mir aus der Patsche, als es bereits dunkel ist. Ich bin ihm sehr dankbar dafür. Nachts ist es nämlich bereits bitterkalt.
Von Qiziltepa nach Karmana_Am nächsten Morgen geht es weiter mit Asis, dem nächsten Taxifahrer, der sich von meinem 'No money' nicht abschrecken lässt.
Von Karmana nach Samarkand_Mohammed, Jamal und Sanil.
Von Samarkand nach Gallaorol_Ab Samarkand stöpple ich zusammen mit Camille, einem 27-jährigen Franzosen, den ich in.
Von Gallaorol nach Paxtaobod_Die Frohnatur mit iranischen Wurzeln bringt mir eine neue Taktik bei_Er spricht die Fahrer (hier Mansour) direkt an.
Von Paxtaobod nach Taschkent_Auf halber Strecke müssen sich Camille und ich aber wieder trennen.
Von Taschkent nach Grenze Kasachstan Nr.
Von Grenze I zu Grenze II_Allerdings lässt mich die usbekische Grenzpolizei nicht ausreisen.
Von Grenze Kasachstan II nach Schymkent_Nach der Grenzüberquerung versuche ich dann erstmals Camilles Taktik - mit Erfolg! Jerkebulai (links) und Sirik.
WOCHE 23: Von Mashhad nach Quchan_Meine letzte Tagesetappe im Iran starte ich mit Ali (rechts). Er ist Hobby-Taxifahrer, nimmt mich aber umsonst mit.
Von Bajgiram nach Militärcheckpoint_In Turkmenistan muss ich das erste Mal für einen Bus bezahlen (CHF 2.00)_Der Grenzsoldat lässt mich nicht stöppeln.
Von Quchan nach Bajgiram (Grenze)_Auch bei Musi (rechts) bin ich nicht der einzige Passagier. Dank meinem Autostopp-Brief bringt er mich aber kostenlos an die Grenze.
Von Militärcheckpoint nach Ashgabat_Asis(rechts)und Mohammed nehmen mich mit in die turkmenische Hauptstadt,nachdem mich zwei Hobby-Taxifahrer abgelehnt hatten.
Dank Kemal (links), der etwas Englisch spricht, sitze ich mit sieben Fremden zusammen in einem Auto Richtung Osten.
Von Ashgabat nach Mary_Aus Asgabat heraus ist es zunächst harzig. Zwar halten 10 bis 15 Hobby-Taxifahrer, aber keiner will mich umsonst mitnehmen. Dann klappt es aber.
Von Mary nach Turkmenabat_In Mary lässt mich Kemal nicht Autostöppeln. Er besteht darauf, mir ein Sammeltaxi zu bezahlen. Die Insassen wollen kein Foto machen.
Von Turkmenabat nach Stadtrand Turkmenabat_Erstaunlicherweise geht es in Turkmenabat auf einmal ganz leicht und ohne grosse Erklärungen. Erst mit Achmed.
Von Stadtrand Turkmenabat nach Farab_Dann mit den frisch gebackenen Eltern Jakub und Maya.
Von Farab nach kleines Kaff_Weiter mit Gejo und einer jungen Frau, deren Namen ich nicht kenne.
Von kleines Kaff nach Grenze Turkmenistan-Usbekistan_Und schliesslich mit dem kasachischen LKW-Fahrer Sascha an die Grenze.
Von Grenze nach Bukhara_Nach der Grenze eine Premiere_Ein Polizist nimmt mich mit.Weil es ihm mit dem Foto aber nicht ganz wohl ist,zeige ich ihn nicht im Bild.
Von Yerevan nach Artashat: In diesem Bus fahre ich dann die zweite Hälfte der Tagesetappe nach Teheran - ohne bezahlen zu müssen, dafür mit einem schlechtem Gewissen.
Von Tabriz nach Zanjan: Mehrdad (links) und Amir lassen sich von meinem 'pul nadarim' ('Ich habe kein Geld') nicht abschrecken.
Vor allem Mehrdad sorgt mit seinen Faxen dafür, dass es in den fünf Stunden im LKW von Amir nie langweilig wird (siehe Video).
Es ist aber auch komfortabel in so einer LKW-Führerkabine. Und die Gastfreundschaft von Amir und Mehrdad ist fantastisch. So fantastisch, ...
...dass sie mich an einer Zahlstation der iranischen Polizei übergeben. Und diese hält (trotz Protest meinerseits) einen Bus für mich an.
Von Marand nach Tabriz: Mit Maji erreiche ich um 20 Uhr Tabriz. Er hilft mir dabei, eine günstige Pension zu finden. Hostels gibt es im Iran nur ganz wenige.
Von Meghri nach Grenze Iran: Die letzten paar Kilometer bis an die Grenze bringt mich Artsem. Er ist Russe, lebt aber in Armenien.
Von Kajaran nach Meghri: Arsen arbeitet für die armenische Armee. Ich finde aber nicht heraus, welchen Grad er hat - obwohl er mir seinen Dienstausweis zeigt.
Von Tankstelle vor Kapan nach Kajaran: LKW-Fahrer Robert war nicht annähernd so grimmig, wie es auf diesem Foto den Anschein macht.
Von Grenze Iran nach Marand: Die Fahrt mit diesen drei Herren erinnert mich an den Film 'Little Miss Sunshine'. Wir müssen den Wagen nach jedem Stopp anschieben.
Von Kapan nach Tankstelle vor Kapan: Markhan hört so laut Musik, dass mir fast das Trommelfeld platzt.
Von Kaff II nach Kapan: Auf diesem Foto fehlt die süsse kleine Tochter von Sona (links) und Michel. Sie war leider zu scheu.
Von Kaff I nach Kaff II: Mit einem der drei (Name vergessen) geht es auf der Ladefläche eines kleines Trucks weiter talwärts. Eine tolle Fahrt! (siehe Video).
Von Tatev nach Kaff I: Mit diesen drei Originalen geht es ins Tal herunter. In einem Wagen, der fast auseinanderfällt.
Von Shaki nach Tatev: Aline und Ifim sind ein frisch verheiratets Paar aus Russland. Sie sind in Armenien auf ihrer Hochzeitsreise.
Von Vayk nach Shaki: Arthur hört coole armenische Musik. Youtubelt mal die Band Reincarnatia. Ich konnte noch nicht, da Youtube im Iran gesperrt ist.
Von Ararat nach Vayk: Wasim (links) arbeitet in einem Hotel in Yerevan und sagt mir, dass er iranische Touris nicht so mag, weil sie nicht so viel Wodka vertragen.
Von Artashat nach Ararat: Diese drei Herren arbeiten in einer Zementbude, laden mich zum Kaffee ein und geben mir ein Sandwich mit auf den Weg.
WOCHE 18: Von Yerevan nach Artashat: Sayan hält plötzlich an und legt den Rückwärtsgang ein. Er hat auf der Fahrbahn eine Sonnenbrille entdeckt, die ihm gefällt.
Von Ayrum nach Yerevan Nach einer Nacht direkt an der Grenze bringt mich Alexej tags darauf direkt nach Yerevan - weiter als ich eigentlich wollte.
Die Fahrt mit dem russischen LKW-Fahrer verläuft nicht reibungslos Sein Kollege, der im LKW vor uns fährt, muss unter den LKW kriechen, um etwas zu reparieren
Von Marneuli nach Ayrum Tivut ist eigentlich Taxifahrer, allerdings ist er nicht im Dienst, als er mich bis an georgisch-armenische Grenze bringt.
Von Tiflis nach Marneuli Der Fahrer ist bewusst nicht im Bild
Von Udabno nach Sagarejo Zurück in die Zivilisation geht es mit einem einheimischen Tramper (links) und Goga, der im Hostel arbeitet, in dem ich übernachtet habe.
Von Sagarejo nach Tiflis Shalva hat wie so viele das Steuer rechts
Von Sagarejo nach Kreuzung im Nirgendwo Diese drei nehmen mich mit auf einer Strasse, die auf Google Maps gar nicht eingezeichnet ist
Von Kreuzung im Nirgendwo nach Udabno Und auf dieser holprigen Landstrasse nimmt mich dieser Herr, der mit seinem Mercedes so gar nicht in die Umgebung passt
Von Tiflis nach Sagarejo Der zweifache Familienvater Merhab macht einen 60 Kilometer langen Umweg für mich - madloba!
Von Arsha nach Tiflis Der Atomschlaf von Davit (links) beeindruckt mich
Mit den beiden Armeniern genehmige ich mir auf halber Strecke einen Znüni vor einer wunderschönen Bergkulisse.
WOCHE 17: Von Stepantsminda nach Arsha Sergej wohnt in Stepantsminda
Von Tsitelsopeli nach Stepantsminda Auch Kachas ist einer der modernen Generation
Von Tiflis nach Tsitelsopeli Mit Edi (links)und Wano gehe ich in einem trocken gelegten Weiher fischen
Von Khashuri nach Tiflis George und die beiden jungen Frauen (Namen vergessen) sind in Tiflis aufgewachsen - jung, modern, Englisch sprechend.
Von Borjomi nach Khashuri_Macko hat noch keine Kinder, der kleine Guburlu (so habe ich den Namen verstanden.
Von Akhaltsikhe nach Borjomi Für Soso und seine Frau Ruska hat vor kurzem ein neuer Lebensabschnitt begonnen. Die süsse Kleine ist erst drei Monate alt
Von Utkisubani nach Akhaltsikhe Nach einer kalten Nacht gehts mit den ukrainischen Touristen Stephan (links) und den zwei Sergejs ins Tal
Die Strassen sind gleich schlecht wie auf dem Weg ins Niederurner Täli Das ist zu viel für die Reifen von Aleko und Josephs Jeep.
Von Khulo nach Utkisubani Im Jeep von Aleko (links) und Joseph erinnere ich mich an meinen Opi, der uns früher mit seinem Jeep in den Glarner Bergen herumkurvte
Von Shuakhevi nach Khulo Badri fährt wie ein Wahnsinniger, obwohl die Strassen schlecht sind
WOCHE 16: Von Batumi nach Shuakhevi Die kleine Liana schockt mich mit der Frage: «Bist du auf Facebook.» Rechts ist Onkel Amira, im Hintergrund zwei einheimische Tramper
Von Sarp (Grenze) nach Batumi: Nach einer extrem chaotischen Grenzüberquerung (warten, quetschen, schwitzen) bringen uns dann Georgi (links) und Solo nach Batumi.
Von Rize nach Sarp (Grenze): Bei Kemal (links) und Davut fühlen wir uns dafür pudelwohl, nachdem sie uns zum Tee eingeladen haben.
Von Of nach Rize: Ömer wiederum ist so schweigsam, dass es beinahe unangenehm ist. Ich frage mich dann immer ein bisschen, wieso solche Leute anhalten.
Von Yomra nach Of: Auch auf Meli müssen wir nicht lange warten. Der Galatasaray-Fan sagt mir, dass er den Einkauf von Lukas Podolski eher kritisch sehe.
Von Ost-Trabzon nach Yomra: Und da wir beide nach Georgien unterwegs sind, begleitet sie mich. Mitgenommen werden zu zweit noch schneller, hier von Mechaniker Mehmet.
Von Trabzon nach Ost-Trabzon: Weiter geht es mit Yunus. An Bord ist zudem Reina, eine Iranerin, die ich im Hostel kennengelernt habe. Sie wollte gerne auch mal trampen.
Von Askale nach Trabzon: Süleyman macht einen Zwischenhalt, damit er auf seine fünf Gebete pro Tag kommt. Er lädt mich ein, mit ihm in die Moschee zu kommen
Es bleibt nicht die einzige Einladung Süleymans_Er nimmt mich auch mit zu seinen Freunden.
Dort gibt es einen Schlafplatz für mich sowie zu essen und zu trinken-aber keinen Alkohol. Rauchen tun aber doch einige, auch wenn sie es als Sünde betrachten.
Am nächsten Morgen lerne ich dann auch die Grossmutter, Kinder und Nachbarskinder kennen
Von Erzurum nach Askale: Mesut (links) und Metin verzweifeln fasst, weil ich wirklich gar kein Türkisch verstehe. Sie wollen es nicht wahrhaben
Von Bingöl nach Erzurum: Bei Hussein sitze ich bereits um 7 Uhr im Auto, so früh wie sonst nie. Der Grund ist, dass Mehmet und Netice früh raus mussten.
Von Kovancilar nach Bingöl: Mehmet wird mir nicht nur in Erinnerung bleiben,weil er mein 200. Fahrer war,sondern auch,weil er mich zu sich nach Hause einlud.
Dort lerne ich seine Frau Netice kennen. Ein Frohnatur, die immer beide Daumen in die Höhe streckt und 'süper' sagt, wenn ich versuche, Türkisch zu sprechen.
Von Ergani nach Kovancilar: Mehmet ist ein cleverer Kopf mit Potenzial. Für ihn kommt arbeiten im Westen aber nicht infrage, er will Familie und Freunde nicht verlassen.
Von Ekinciler nach Ergani: Auch Sabri, der nächste LKW-Fahrer, hat Erfahrungen mit heiklen Transporten. Er fuhr regelmässig in die syrische Grenzstadt Kobane.
Von Diyarbakir nach Ekinciler: Murat fuhr mit seinem LKW eineinhalb Jahre regelmässig in den Irak, wo er jeweils auf einer US-Militärbasis übernachtete.
Von Siverek nach Diyarbakir: Erkans Englisch ist eine Freude. Er will aber kein Selfie machen, weil es nicht sein eigenes Auto ist, mit dem er mich mitgenommen hat.
Von fast Siverek nach Siverek: Der kleine Hassan hat genau gleich wie sein Papa Mustafa eine wunderbar herzliche Ausstrahlung.
Von Natince Bucagi nach fast Siverek: Im LKW von Aslan und seinem Sohn Farat komme ich so langsam voran, dass ich gerade so gut hätte laufen können.
Doch das Schneckentempo ist nicht alles, wenige Kilometer von unserem Ziel entfernt legt Aslan auch noch ein Nickerchen ein.
Von Abzweiger Karadut nach Natince Bucagi: Ferat ist Chauffeur und macht wie so viele vor ihm das Money-Money-Zeichen, als ich sage, dass ich aus 'Isvicre' komme.
Von Karadut nach Abzweiger Karadut: Die drei Kilometer aus dem Dorf bringt mich Murat, in dessen Pension ich die letzten zwei Nächte als einziger Gast schlief.
Von Abzweiger Karadut nach Karadut: Mustafa lässt mich direkt bei einer Pension raus.
Von Narince Bucagi nach Abzweiger Karadut: Mehmet ist Iraker.
Von Kahta nach Esendere Yusuf und Yasmin sind verheiratet, haben aber (noch) keine Kinder.
Von Esendere nach Narince Bucagi: Das sind Ahmed (rechts) und Isfad.
Von Hasancik nach Kahta.
Von Adiyaman nach Hasancik: Abdulah schenkt mir erst Eistee und Trauben, dann besteht er darauf, ein Auto für mich anzuhalten. Es hält aber kein Auto, sondern ...
Von Kurucaova nach Celikhan: Auch Mustafa (rechts) und Ömer sind in so etwas wie einem Lastwagen unterwegs, genau genommen ist es ein Betonmischfahrzeug.
Von Celikhan nach Adiyaman: Omar ist ebenfalls Chaffeur, allerdings ohne LKW.
Von Erkenek nach Kurucaova: Wieder ein Lastwagen, der mit den Hügeln beinahe überfordert ist, wieder weiss ich den Namen des Fahrers nicht.
Von Dogansehir nach Erkenek: Sein kleiner Lastwagen hat schon bei kleinen Hügeln Mühe.
Von Akcadag nach Dogansehir: Mustafa, Halah & Hasan (v.l.n.r.) sind drei echte Originale. Sie wollen mich von irgendetwas überzeugen, aber keine Ahnung von was...
Von Aksaray nach Ürgüp_Levent setzt Sinan am Busbahnhof ab und zeigt mir dann seinen Stammtisch in Ürgüp_Jassen, Trinken, Qualmen, Quatschen.
Von Pinarbasi nach Akcadag: Ali liefert einen fabrikneuen Mercedes-LKW aus und lädt mich unterwegs zum Mittagessen ein.
Von Kayseri nach Pinarbasi: Ahmed lässt mich einsteigen, während er telefoniert.
Von Avanos nach Kayseri: Ali (links) und der kleine Mustafa haben ihrem Vater Ramazan auf der Baustelle geholfen.
Von Cavusin nach Avanos: Ahmed ist auf dem Weg zur Arbeit, sonst hätte er mich nicht nur für eine so kurze Strecke mitgenommen,da bin ich ziemlich sicher.
Von Göreme nach Cavusin: Diese zwei sind einheimische Touristen,die schon früh auf Sightseeing-Tour sind.
Von Ürgüp nach Göreme: Emre (links) hat einen Souvenirladen, Ahmed verkauft Jeans.
Von Sereflikochisar nach Aksaray: Für Mehmet bin ich eine grosse Enttäuschung, weil ich keine Pornovideos auf dem Handy gespeichert habe. Er wollte es kaum glauben.
Eigentlich ist so ein Salzsee ja toll, um mit der Bildtiefe zu spielen und witzige Fotos zu schiessen.
Von Sekerkoy Köyü nach Sereflikochisar: Ali ist ein grossartiger Typ, wir verstehen uns auch ohne Worte.
Von Ankara nach Sekerkoy Köyü: Die beiden Brüder Ünal und Cihan sind Soldaten in der türkischen Armee und gerade auf dem Weg in die Ferien im Heimatdorf.
Aber Tee trinken geht ja auch ohne Worte.
Von Gebze nach Ankara: Mit dem dreifachen Familienvater Kadir bin ich sieben Stunden unterwegs.
Von Istanbul nach Gebze: Den Namen habe ich vergessen, in Erinnerung geblieben ist mir aber, dass er Ankara besser findet als Istanbul. Wie kann man so etwas sagen.
Meine Handschrift in Farsi: Weil ich den Autostopp-Erklärbrief meines Gastgebers im ersten Auto vergesse,muss ich ihn (mit einem Foto als Vorlage) selbst schreiben.
Von Damghan nach Jandaq: Fahrer Ibrahim äfft mein 'Farsi balad nistam' nach, Brenat inhaliert Opium und zeigt mir Schwulenpornos. Nicht meine angenehmste Fahrt.
Von Jandaq nach Kreuzung: Im LKW von Otcha und Krokodil (so habe ich den Namen verstanden...) gefällt es mir wieder deutlich besser. Tolle Typen!
Von Kreuzung nach Khur: Auch bei diesen vier Herren ist es sehr angenehm, sie bestehen darauf, dass ich auf dem komfortablen Beifahrersitz Platz nehme.
Da meine Fahrer vom regionalen Landwirtschaftsamt sind, nehmen sie in einer Oase eine kleine Farm in Augenschein.
Nach mehreren Tagen in der Wüste geht es dann mit Soroush zurück in die Zivilisation. Ich bin der erste Tourist, dem der 23-Jährige in seinem Leben.
Auf den 600 Kilometern bis zu seiner Heimatstadt ruft er deshalb zahlreiche Freunde an, um ihnen von mir zu erzählen.
Am nächsten Tag nimmt mich Soroush mit an seine Uni,wo ich eine Vorlesung über die Funktionsweise von Mikroprozessoren besuche.
Danach geht es weiter ins Stadtzentrum an eine religiöse Feier. Wie an der Uni werde ich auch hier behandelt wie ein Ehrengast.
Sie bringen mich für die beste Aussicht aufs Dach, ich schüttele unzählige Männer- und Kinderhände, posiere für zahlreiche Selfies...
...und werde für ein Erinnerungsfoto auf ein Pferd gehievt.Offenbar verirren sich nicht viele Touristen ins Städtchen Sabzevar. Der Tag als Popstar macht Spass.
Von Sabzevar nach Mashhad: Es ist aber auch anstrengend.Ich bin deshalb froh, dass mein nächster Fahrer (Name vergessen) von der zurückhaltenderen Sorte ist.

WOCHE 27: Von Kashgar nach Stadtende Kashgar: Die Woche beginnt auf dem Roller von Turghunsan.

Thomas Schlittler

Auf einmal ist sie weg, die Wärme des Irans. Das liegt nicht daran, dass es schneit, als ich zu Fuss die Grenze nach Turkmenistan überquere. Der Grund ist vielmehr, dass mir von einem riesigen Porträt der turkmenische Dikator Gurbanguly Berdimuhamedow zuwinkt – mit einem überfreundlichen und gleichzeitig eiskalten Lächeln im Gesicht.

Sicher, auch der Iran ist kein Vorzeigestaat, wenn es um Menschenrechte geht. Doch Turkmenistan ist noch viel schlimmer: Im Nordkorea Zentralasiens sind die rund fünf Millionen Einwohner praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten, Internetzugang gibt es nur in ganz wenigen Hotels in der Hauptstadt. Human Rights Watch bezeichnet die ehemalige Sowjetrepublik als eines der repressivsten Länder der Welt.

Es ist ein unwirklicher, bizarrer Anblick, als ich in die Hauptstadt Asgabat einfahre: In scheinbar exakt bemessenen Abständen folgt ein überdimensionales Gebäude dem anderen. Man könnte meinen, dass es in dieser Stadt nur Museen, Bibliotheken und Regierungsgebäude gibt. Alle Bauwerke sind neu, alle sind strahlend weiss – und alle wirken leblos und unbewohnt.

Das befremdlichste an Asgabat sind jedoch die Begegnungen mit Taxifahrern, Verkäufern und Kellnern: Keiner scheint sich für mich zu interessieren. Keine Neugierde, keine Fragen, nichts. Ich finde es sonderbar, dass mich in einem Land, in das sich pro Jahr nur wenige Tausend Touristen verirren, niemand fragt, woher ich komme und was mich nach Turkmenistan bringt.

Keine Regel ohne Ausnahmen: In diesem Fall heissen sie Ivan und Radek. Sie arbeiten in einem kleinen Restaurant, in dem ich und mein australischer Reisekumpel Bill, der mit mir vom Iran nach Turkmenistan gereist ist, zu Abend essen. Ivan und Radek heissen uns willkommen, stellen uns Fragen, ihr Lachen ist ansteckend und erwärmend – mindestens so erwärmend wie der Wodka, den sie uns auftischen.

Nach drei Runden fragen sie uns, ob wir mit ihnen noch weiter wollen in eine Bar. Wir packen unsere Sachen und steigen in Ivans Toyota Corrolla Levin. Im Restaurant hat er uns erzählt, dass er ein grosser Formel-1-Fan sei – und dementsprechend gibt er dann auch Gas. Er driftet in hohem Tempo um die Kurven, lässt die Reifen quietschen, überholt die anderen Autos mal links, mal rechts.

Wir sind keine Minute unterwegs, da wedelt bereits der erste Polizist wild mit seiner Kelle. Ivan kümmert sich nicht darum, im Gegenteil: er drückt nur noch fester aufs Gaspedal. Ein zweiter Polizist winkt uns raus, ein dritter folgt kurz darauf. Als auch noch ein entgegenkommendes Polizeiauto abbremst, um uns zu folgen, wird es Ivan zu heiss. Aus dem Nichts biegt er links ab, schlängelt sich durch ein paar kleine Seitensträsschen hindurch bis in die Einfahrt eines Reihenhäuschens. Dort parkiert er den Wagen mitten im Gemüsebeet. “Raus, raus! Schnell!”, gibt er uns zu verstehen.

Woche 34: Die erste Woche in Laos_Das Land mit 6,5 Millionen Einwohnern ist verglichen mit China eine andere Welt.
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Auch eine touristischere Welt.
Das eigentliche Highlight bei der sogenannten 'Gibbon Experience' ist die Übernachtung im Baumhaus mitten im Dschungel von Laos.
Wir teilen uns das Baumhaus mit zehn anderen westlichen Touristen.
Einen Tag später geht es ab auf den Mekong.
Wir sitzen für einmal also wortwörtlich im gleichen Boot wie alle anderen Touristen.
Die Landschaft, die wir während der zweitägigen Flussfahrt zu sehen kriegen, ist wunderschön.
Und wir ziehen an unzähligen kleinen laotischen Dörfern vorbei, in denen die Einheimischen in sehr einfachen Verhältnissen leben .
Eine laotische Frau wäscht ihren Kochtopf (glaube ich zumindest).
Ein laotischer Mann kümmert sich um das Fischernetz.
Die Einheimischen waschen im Mekong ihre Kleider - und sich selbst.
Kinder planschen im Wasser und spielen am Strand.
Und manchmal kreuzen uns auf kleinen Schiffen ganze Familien.
Doch nicht nur das Leben der Menschen spielt sich am oder auf dem Mekong ab.
Es hat sich also gelohnt, dass wir das Boot für einmal dem Autostöppeln vorgezogen haben.
Nicht zuletzt deshalb, weil ich die Fotos ausnahmsweise mal nicht durch eine Fensterscheibe machen musste.
Woche 29: 2800 Kilometer in etwas weniger als zwei Wochen sind viel, sehr viel.
Viel zu sagen gibt es dazu nicht.
Ein erstes kulturelles Highlight ist dann die gut erhaltene Ruinenstadt Jiaohe in Turpan mit einer mehr als zweitausendjährigen Geschichte.
Was auf dem Weg Richtung Südosten sonst noch auffällt sind riesige Windenergie-Anlagen, hervorragende Strassen.
Der Halt im kleinen Städtchen Liuyuan ist unfreiwillig, weil wir 'nur' 700 statt 800km an einem Tag schaffen.
An die Oasenstadt Dunhuang kommt Liuyuan aber doch nicht ganz heran.
Mit der Zahnpflege hat in China übrigens nicht nur dieses Kamel zu kämpfen.
Dunhuang hat nicht nur wunderschöne Sanddünen und lustige Kamele zu bieten, sondern auch die Mogao-Grotten .
Buddhistische Mönche haben hier zwischen dem 4.
Unter anderem mit dieser 35,5 Meter hohen Buddha-Statue.
Ein weiterer Grund, wieso wir Dunhuang vermissen: Es war der letzte Ort, an dem wir das leckere uigurische Brot gefunden haben .
Seit Dunhuang erleben wir kulinarisch stets Überraschungen.
Und ein andermal gewöhnungsbedürftige Hühnerfüsse.
Weiter geht es nach Jiayuguan, wo sich das symbolische Ende der Grossen Mauer befindet.
Zudem steht hier die Festung Jiayuguan, die in vielen Erzählungen über die Seidenstrasse auftaucht.
Allerdings wirken sowohl die Festung als auch die Mauer stark überrestauriert, sodass das historische Flair ziemlich verloren geht.
Dazu passt, dass von der Mauer aus das Atomkraftwerk von Jiayuguan ins Auge sticht.
Ohnehin ist Jiayuguan heute eine ganz und gar moderne Stadt-wie übrigens fast alle besuchten Orte.
Auf dem Weg nach Xi'an tauchen dann immer mehr Hügel mit Reisterrassen auf.
Leider haben es meine Fahrer eilig, sie halten nie an
Vor allem die Sanddünen auf dem Weg Richtung Norden sind wunderschön
Was bleibt ist die Natur
Die Dörfer und Kleinstädte dazwischen sind nicht besonders sehenswert
Weiter geht es durch die Wüste - mit den Bergen nicht allzu weit im Süden
Stattdessen: Hohe Polizeipräsenz
Von der Stadt Hotan selbst bin ich dann enttäuscht
Aber es ist bekannt: Die Region Xinjiang ist reich an Rohstoffen
Auf dem Weg von Kashgar Richtung Südosten nach Hotan wird direkt neben der Strasse kräftig gebudelt
Unter diesen Voraussetzungen kann man nur hoffen, dass es in der Region einigermassen friedlich bleibt
Das ist an vielen Orten in Kashgar nämlich schon geschehen
Ein trauriges Bild bietet die Altstadt von Kashgar_Sie liegt grösstenteils in Trümmern
Und es lassen sich immer ein paar Leute ausmachen, die sich von der ganzen Hektik nicht anstecken lassen
Die Frauen (Uiguren sind muslimischen Glaubens) haben ihren ganz eigenen Kleidungsstil
Die Waren werden auf jede (un)erdenkliche Weise durch die Stadt transportiert
Die Gesichter einiger älterer Menschen sehen so aus, als ob sie bereits drei Leben hinter sich hätten
Doch lassen wir das Politische_Kashgar ist eine lebendige Stadt, ein Paradies für People-Watcher
Es scheint, als müsste man beweisen_'Doch, doch, schaut her, das gehört auch zu China!'
Was mir auf meiner Reise der südlichen Seidenstrasse ebenfalls auffällt_Die unzähligen China-Flaggen
Uigurisch ist eine Turksprache, die Uiguren in China verwenden das arabisch-persische Alphabet (oben)
Vielerorts dominieren trotzdem chinesische Schriftzeichen - selbst in Kashgar
Die meisten Einheimischen, mit denen ich rede (so gut es geht) geben mir zu verstehen, dass sie die Han-Chinesen nicht mögen
Kashgar ist eine Ausnahme
Einst war die ganze Region Xinjiang fast ausschliesslich von Uiguren bewohnt, mittlerweile gibt jedoch fast gleich viele Han-Chinesen wie Uiguren
Die meisten Einwohner Kashgars sind nämlich Uiguren, eine der 55 anerkannten Minderheiten in China
Letzte Woche habe ich geschrieben,dass ich in Kashgar standesgemäss von Mao begrüsst wurde
WOCHE 26: Die Woche beginnt mit einer schwierigen Trennung_Nach fast sechs Monaten kommen meine geliebten Schuhe in den Müll
Und ich bereue meine Entscheidung nicht: Das Wetter ist garstig als ich Bishkek verlasse.
Dann aus dem Nichts kommen die kirgisischen Berge - und die Sonne.
Während auf der einen Seite des Bergpasses noch wenig Schnee liegt, sieht es auf der anderen Seite so aus.
Diese Aargauer sind aber auch überall anzutreffen!
Zwischenstopp in einem kleinen Kaff.
Weiss jemand, wie das mit dem Wäsche trocknen bei Minustemperaturen genau funktioniert?
In Osh, der zweitgrössten Stadt Kirgisistans, können die Leute ihre Wäsche noch normal trocknen.
Viel zu sehen gibt es in Osh nicht.
Ansonsten mag der Bazar zu gefallen.
Doch nicht nur auf dem Bazar finde ich ein paar schöne Sujets.
Selbst Leute, die ganz normal auf dem Trottoir laufen, sind nicht sicher vor mir.
Die Menschen in Osh bleiben mir in besonders guter Erinnerung.
Nach zwei Nächten in Osh geht es früh morgens weiter.
Ich sollte in Zukunft öfters früh aufstehen.
Die weissen Berge in der Ferne kommen immer etwas näher.
Dieses Mal ist sie noch etwas beeindruckender als am ersten Reisetag.
Die Strasse wird weisser...
und weisser.
Am Grenzübergang erwarten mich dann eine LKW-Kolonne und zwei hübsche WC-Häuschen.
Zudem sieht dieser Esel nach dem Rechten.
In China ist die Landschaft dann nicht weniger eindrücklich.
Letzte Woche habe ich geschrieben,dass ich in Kashgar standesgemäss von Mao begrüsst wurde
WOCHE 25: Nach drei Tagen in der kasachischen Stadt Schymkent, in der es nicht viel zu sehen gab, ging es weiter Richtung Kirgisistan - bei garstigem Wetter.
Die Kasachen arbeiten aber auch bei diesem Wetter. Einige graben ein Loch (für was auch immer) ...
... andere kümmern sich um die Kartoffelernte
Dann erreiche ich die kirgisische Hauptstadt Bishkek, in der ich mich auf Anhieb willkommen und wohl fühle.
Einige Jugendliche schlendern ziellos umher ...
... andere hängen ein bisschen im Park rum.
Eltern gehen mit ihren Kindern im Park spazieren ...
...
... und junge Pärchen geniessen unbeschwert Zeit miteinander
...
Sie albern in der Öffentlichkeit verliebt herum ...
... oder umarmen und küssen sich gar. Der Islam, dem 75 Prozent der Bevölkerung angehören, wird in der kirgisischen Hauptstadt sehr moderat ausgelebt
Alle haben ihren eigenen Stil
Die grosse Mehrheit der jungen Leute kleidet sich westlich modern
Einige etwas traditioneller
Und nicht immer gefällt allen das Outfit der anderen (man achte auf die Blicke der Frauen auf der Bank)
In Bishkek wähnt man sich beinahe in einer westeuropäischen Stadt - mit allen guten und schlechten Seiten ...
... längst nicht alle haben es leicht, über die Runden zu kommen
... einige müssen sich ihr täglich Brot hart erarbeiten ...
...
...
Doch grundsätzlich ist Bishkek eine fröhliche Stadt.Sogar die Soldaten wirken hier wenig bedrohlich und nicht so bitterernst wie beispielsweise in Turkmenistan
Vielleicht abgesehen von diesen beiden hier. Aber sie dienen mehr der Dekoration auf dem Stadtplatz - in etwa so wie ihre Kameraden in London
Abgesehen von den Menschen ist das Besondere an Bishkek, dass das kirgisische Gebirge bis fast an die Stadtgrenze heranreicht
Man kann die Berge sogar vom Stadtplatz aus sehen
Am äussersten Stadtrand sieht es dann so aus. Ich machte mit einigen anderen Backpackern einen Ausflug ins angrenzende Gebirge
Und Andre, ein Australier, nimmt trotz bitterer Kälte ein Bad im Fluss. Ein verrückter Kerl! (siehe Video)
In der Dämmerung sind die Berge noch beeindruckender. Ein erster Vorgeschmack, was mich in der nächsten Woche im Landesinneren erwartet
WOCHE 24: Die Woche beginnt in Bukhara, einer der historisch bedeutsamsten Städte Usbekistans
Eines der Wahrzeichen von Bukhara ist das riesige Minarett.
Mehr Spass als Sightseeing macht aber einmal mehr People-Watching.
Wieso sind Minarette in der Schweiz schon wieder verboten'Fragezeichen' Macht sich doch eigentlich ganz gut im Stadtbild.
Noch grösser und pompöser als Bukhara ist Samarkand im Landesinnern.
Wenn man allerdings alte Bilder dieser Gebäude sieht, erkennt man, dass ein grosser Teil im letzten Jahrhundert fast komplett neu aufgebaut wurde.
Seine Blütezeit erlebte Samarkand, als der mongolische Herrscher Tamerlan die Stadt zum Zentrum seines Grossreichs machte.
Tamerlan ist auch in Samarkand begraben, unter dieser Kuppel.
Die Einwohner und Besucher Samarkands sind ein bunter Mix.
Viele ältere Frauen tragen traditionelle Kleider.
Die jüngere Generation dagegen kleidet sich modern.
Auch High-Heels.
Und während ältere Männer über das Leben sinnieren.
Unzählige Putzfrauen sorgen dafür, dass Samarkand jeden Tag aufs Neue in vollem Glanz erstrahlt.
Einige von ihnen verkaufen ihre Produkte am Strassenrand - wie in so vielen ärmeren Ländern.
In Taschkent kann ich nur eine Nacht bleiben, weil mein Visa abläuft.
Woche 23: Die letzte Nacht im Iran verbringe ich im Grenzdörfchen Bajgiran bei Reza.
Willkommen in Disneyland! Äh, ich meine natürlich Asgabat.
Das Wetter passt perfekt zur skurrilen, fast grusligen Atmosphäre in der turkmenischen Hauptstadt.
Fast alle Gebäude im Zentrum wirken neu, sind strahlend weiss - und wirken leblos und unbewohnt.
Die teils völlig unnötigen (da kaum genutzten) Infrastrukturanlagen kann sich das Land nur dank der reichen Gasvorkommen leisten.
Normale Fussgänger sind eine Seltenheit.
Zahlreiche Fotos gibt es dafür vom turkmenischen Diktator Gurbanguly Berdimuhamedow.
Wenn man 'normale' Passanten sieht, sind diese oft in traditioneller Tracht gekleidet.
Es gibt aber Ausnahmen_Mit Ivan und Radek erleben Bill.
Auf einem Ausflug in die turkmenische Wüste sehe ich, dass das Land auch eine entspanntere Seite hat.
Ich bin unterwegs mit Gus (Holland), Camille (Frankreich), Bill (Australien), Mike (Brasilien) und Miguel (Portugal).
Das Ziel unseres Ausflug_Der Krater von Derweze, besser bekannt als das 'Tor zur Hölle'.
Das 'Tor zur Hölle' entstand gemäss Wikipedia 1971 bei der Suche nach Gasvorkommen.
Der Boden unter der Bohrplattform brach zusammen, wodurch ein grosses Loch mit einem Durchmesser von etwa 70 Metern entstand.
Um die Freisetzung des giftigen Gases zu vermeiden, wurde beschlossen, es zu verbrennen.
Entgegen der ursprünglichen Hoffnung der Geologen verlosch das Feuer nicht nach einigen Tagen, sondern ist weiterhin aktiv.
44 Jahre Feuer hin oder her_Die Nacht im Zelt direkt am Kraterrand war bitterkalt.
Aber für diesen spektakulären Anblick bei Sonnenaufgang hat sich das Frieren definitiv gelohnt.