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Kommentar

Trump hat sturmfrei

Aus Protest gegen den politischen Kurs von US-Präsident Donald Trump hat Verteidigungsminister James Mattis für Ende Februar seinen Rücktritt angekündigt.
Fabian Hock
Fabian Hock.

Fabian Hock.

Er war Donald Trumps wichtigster Minister, die aussenpolitische Stimme der Vernunft – jetzt hat James Mattis hingeworfen – am Tag, nachdem der Präsident den Abzug der US-Truppen aus Syrien ankündigte. Mattis’ Rückzug bedeutet, dass Trumps Aussenpolitik nun endgültig nicht mehr als Fortsetzung der interessengeleiteten US-Politik der letzten Jahrzehnte gesehen werden kann. Mattis Kündigungsschreiben lässt nur diese Interpretation zu: Der Präsident behandelt Verbündete respektlos und hat keinen klaren Blick auf Gegner und Wettbewerber.

Mehr noch: Der selbst ernannte «Dealmaker» Trump hat bislang keinen einzigen überzeugenden aussenpolitischen Deal zu Stande gebracht. Stattdessen pinselt er Autokraten die Bäuche. Er macht ein Zugeständnis nach dem anderen, ohne echte Gegenleistungen. So geschehen in Nordkorea, wo die atomare Abrüstung nicht vorangekommen ist. So geschehen in Syrien, wo Trump Moskau, Ankara und Teheran das Feld überlässt. Konnte man vor zwei Jahren noch beruhigt auf die Militärs an den Schlüsselstellen der Administration verweisen, die Trump schon in Schach halten werden, stellt man nun ernüchtert fest: Mit Mattis geht der Letzte von ihnen. Für die US-Aussenpolitik bedeutet das nichts Gutes.

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