Trotz Erkältung in die Schule? Kanton Luzern muss klar kommunizieren

Redaktorin Susanne Balli über die schwierige Situation, die auf Eltern und Lehrpersonen in der Erkältungssaison während der Coronapandemie zukommen.

Susanne Balli
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Susanne Balli

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Darf das erkältete Kind den Schulunterricht besuchen? Bei welchen Symptomen muss es daheimbleiben, wann ist ein Coronatest notwendig? Diese Fragen brennen vielen Eltern unter den Nägeln. Zwar regelt das Rahmenschutzkonzept der kantonalen Dienststelle Volksschulbildung, wie sich Eltern und Lehrpersonen in diesen Fragen zu verhalten haben. Dennoch ist die Verunsicherung gross. Bleiben die Kinder bei jedem Schnupfen und Hüsteln zu Hause, sind vor allem berufstätige sowie alleinerziehende Elternteile leidtragend.

Das Risiko einer Corona-Infektion im Schulzimmer ist nie ganz auszuschliessen, denn ein beachtlicher Teil der Kinder, bei denen Covid-19 nachgewiesen wurde, waren ohne Symptome und konnten das Virus theoretisch unbemerkt weitergeben. Umso mehr gilt es, wachsam zu bleiben.

Ein Schnupfen ist aber kein hinreichender Grund, Kinder gleich aus dem Unterricht auszuschliessen. Um in einzelnen Fällen richtig zu entscheiden, ist eine gute Kommunikation zentral. Und zwar zwischen Schulleitungen und Lehrpersonen, die tagtäglich mit dem Schnupfen-Problem konfrontiert werden. Aber auch zwischen Lehrpersonen und Eltern. Dies bedingt, dass der Kanton seine Weisungen nicht in einem Rahmenkonzept versteckt, sondern die Schulleitungen transparent informiert und die bestmögliche Hilfestellung bietet – und zwar mit verbindlichen Regeln, die so wenig Interpretationsspielraum wie möglich beinhalten.