Theo Meckert
Süsses mit bitterem Beigeschmack

Süssgetränke fordern viele Tote - diese süffige Meldung lässt aufhorchen. Nein, es geht nicht um Likörs und Alcopops.

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Stark gezuckert: Coca Cola (Archiv)

Stark gezuckert: Coca Cola (Archiv)

Keystone

Harvard-Forscher wollen vielmehr herausgefunden haben, dass weltweit jährlich 180 000 Menschenleben gerettet werden könnten, wenn der übermässige Genuss von zuckerhaltigem Blöterliwasser eingeschränkt würde. Das muss man sich einmal vorstellen: 180 000 Tote und niemand unternimmt dagegen etwas! Völlig unverständlich. Da muss doch zumindest die Weltgesundheitsorganisation unverzüglich ein flächendeckendes Verkaufsverbot von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang ihn die Wege leiten. Und zwar konsequent für alle Zuckerbomben, seien es Süssmostfläschli, Cola-Büchsen, oder Milchshake-Tüten.

Bei näherer Betrachtung stellt sich allerdings auch bei den alkoholfreien Getränken die Frage, ob diese Einschränkung zielführend ist, da sich die Konsumenten ganz einfach vor, oder nach der Sperrzeit mit ihrem Stoff eindecken werden. Kommt hinzu, dass bei Dunkelheit eine wesentlich erhöhte Unfallgefahr besteht (wie viele zusätzliche Opfer weltweit allein deswegen?). Die Gegner werden daher monieren, dass derartige Eingriffe einmal mehr die persönliche Freiheit tangieren und auch diese Sauferei nie und nimmer unterbinden können. Was wiederum nicht einfach zu beurteilen ist, da eine entsprechende Studie noch aussteht. Das dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit sein.

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