Polemik
Stopp dem Hipster-Einheitsbrei

Neulich beim Spaziergang in einem Quartier in Zürich: Ah, ein neuer Laden. Spartanisch eingerichtet, wenig Auswahl – ganz nach dem Motto «less is more».

Alexandra Fitz
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Alles für den Mann mit Bart.

Alles für den Mann mit Bart.

Kleider, Design und Pflegeprodukte «all in one». Glühfadenlampen – Sie wissen schon, die Dekolampen mit dem leuchtenden Draht – an langen bunten Kabeln, Mützen aus feinster Wolle gestrickt von einer der 1000 jungen Start-up- Designerinnen, schlichte Holz-Möbel und kupferfarbene Kerzenständer à la skandinavischer Minimalismus und hippe Bartprodukte in Form von Öl, Wachs und Shampoo für den heutigen Mann.

Nicht «neulich» und nicht «in einem Quartier», sondern überall in der Stadt Zürich machen sich solche Hipster-Lädeli breit. Es sollte ein städtisches Kontrollgremium geben, das einschreitet, falls wieder irgendein «Ich-hätt-gern-min-eigena-Lada-Kasperli» seinen überteuerten Hipster-Gugus verkaufen will. Wenn die einfallslosen Jungunternehmer weiter fleissig Einheits-Brei in der grössten Schweizer Stadt verkaufen, müssen deren Einwohner bald in andere Städte oder gar aufs Dorf, um ein vielfältiges Shopping-Angebot zu bekommen.

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