Kommentar

Skiferien im Winter: Eine klare Ansage ist nötig

Viele Skifahrer zögern noch, ihre Winterferien zu buchen. Nun hat zwar die Tourismusbranche ihr Schutzkonzept vorgestellt, doch wirklich angekommen ist das noch nicht.

Andreas Möckli
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Andreas Möckli

Andreas Möckli

Bild: Sandra Ardizzone

Corona hat wohl den meisten von uns die Ferienplanung in diesem Jahr auf den Kopf gestellt – vor allem wenn es um Reisen ins Ausland geht. Doch auch mit Blick auf die heimischen Skiferien stellen sich viele Fragen. Wie funktioniert das Anstehen unten im Tal? Wie geht Abstandhalten in der Gondel? Und wie sieht es mit der stets heiss diskutierten Maskenfrage aus?

Viele hat diese Unsicherheit davon abgehalten, ihre Winterferien bereits zu buchen. Nun lichtet sich der Nebel langsam. Abstandhalten in den normalerweise dicht gedrängten Gondeln ist nicht nötig, es gelten die Regeln des öffentlichen Verkehrs. Als Schutzmaske reicht jedoch ein sogenannter Halsschlauch, eine handelsübliche Maske ist nicht nötig. Auf grosse Menschenansammlungen etwa beim Après-Ski wollen die Wintersporte nach Möglichkeit verzichten.

Im Hintergrund feilschten die Bergbahnen und der Bund lange über die Maskenfrage. Die Tourismusbranche, angetrieben von den tiefen Buchungsständen, prescht seit Anfang Woche mit der Kampagne «Die Schweiz fährt Ski» vor. Zwar ist auch Bundesrat Guy Parmelin mit an Bord, der offizielle Segen der Behörden fehlte aber lange.

Viele Skifahrer dürften dieses chaotische Hin und Her gar nicht mitbekommen haben. Umso wichtiger wäre deshalb eine klare Ansage des Bundes. In Österreich hat Kanzler Sebastian Kurz nicht lange gefackelt und vor zwei Wochen gesagt, wie das «Skivergnügen» diese Saison aussieht.

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