SALZKORN
Wir helfen gerne, Innerrhoder zu stechen

Ausserrhoden trumpft beim Impfen gross auf. Nun ist tatkräftige Nachbarschaftshilfe gefragt.

Stefan Schmid
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Corinne Bromundt

Als Ausserrhoder muss ich ja zugeben: Wir waren in Sachen Coronabekämpfung nicht immer vorbildlich unterwegs. Denken wir nur an die legendäre Hochzeit in Schwellbrunn, wo sich an einem einzigen Fest der halbe Kanton nicht nur berauscht, sondern auch gleich infiziert hat. Oder an die Silvesterchläuse, die sich keinen Deut um das Versammlungsverbot scherten.

Mittlerweile aber sind wir zum Inbegriff intelligenter Coronakämpfer mutiert. Unser umtriebiger Gesundheitsdirektor Yves Noël Balmer hat im ganzen Kanton mobile Impftrupps installiert, so dass sich jeder Ausserrhoder (Frauen sind bei uns seit jeher mitgemeint) möglichst im eigenen Stall piksen lassen kann. Sogar die Älpler und Sennen haben wir vorzeitig ins Tal runtergeholt, um die Impfquote raufzujagen.

Nun denn, bei unseren Innerrhoder Freunden soll es mit diesem Impfen weiterhin nur zögerlich vorwärts gehen. Ruhig Blut, wir helfen gerne und schicken unsere Impftrupps vorbei. Einmal im Leben ein paar Innerrhödler stechen, das war schon immer unser Traum.

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