Kommentar

Arbeit im Homeoffice: Nun braucht es klare Regeln

Im Ausnahmezustand war gesunder Pragmatismus gefragt. Für den künftigen Umgang mit Homeoffice müssen Unternehmen klare Regeln aufstellen.

Roman Schenkel
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Roman Schenkel.

Roman Schenkel.

Sandra Ardizzone

Die Coronakrise hat die Art, wie wir arbeiten ziemlich auf den Kopf gestellt. Ein Grossteil der Angestellten der Schweiz arbeitete die vergangenen zwei Monate von zu Hause aus. Mit dem sich nun abzeichnenden Ende des Lockdowns kehren viele wieder aus dem Homeoffice zurück an ihren Arbeitsplatz im Büro.

Kommt damit in der Arbeitswelt nun der Courant normal zurück? Keinesfalls! Dank der Pandemie wissen wir, dass das Misstrauen gegenüber Homeoffice nicht mehr angebracht ist.

Der Stillstand hat demonstriert, dass im Homeoffice genauso gut gearbeitet werden kann wie im Büro. Zwar musste da etwas improvisiert und dort technisch etwas aufgerüstet werden, doch grundsätzlich zeigte sich, dass die digitalen Kanäle oft besser funktionierten, als es selbst die grössten Optimisten erwartet hatten.

Arbeitsrechtlich jedoch betreten viele Unternehmen bezüglich Homeoffice Neuland. War im Ausnahmezustand der letzten Wochen eine gesunde Portion Pragmatismus gefragt, braucht es nun klare Regeln. Welche Entschädigungen etwa muss der Arbeitgeber für die Homeoffice-Tätigkeiten zahlen?

Welche Rechte und Pflichten haben Angestellte, die von zu Hause aus arbeiten? Hier ist die Rechtslage nicht vollständig geklärt. Umso mehr liegt es an den Firmen, für ihre Angestellten einheitliche und faire Regeln zu definieren. Damit kann Ärger verhindert werden und beide Seiten werden von der Flexibilisierung profitieren.