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Neuer Operndirektor: Das Theater St.Gallen setzt auf Kontinuität

Jan Henric Bogen wird neuer Operndirektor am Theater St.Gallen. Die Verantwortlichen haben keinen künstlerischen Überflieger gewählt, sondern einen noch recht jungen Mann mit soliden und internationalen Erfahrungen im Opernbusiness.
Martin Preisser
Martin Preisser, Kulturredaktor.

Martin Preisser, Kulturredaktor.

Auf dem neuesten Facebook-Post von Noch-Opernchef Peter Heilker sieht man den alten und den designierten Opernchef, Jan Henric Bogen, ganz entspannt nebeneinander. Ein harmonisches Bild. Bogen kennt Heilker schon lange. Es gebe einige Schnittmengen, sagt der Heilker- Nachfolger. Die beiden haben sich schon bei Castings von Sängerinnen und Sängern ausgetauscht.

Die Verantwortlichen von Konzert & Theater St.Gallen haben bei der Wahl des neuen Operndirektors deutlich auf Kontinuität gesetzt und keinen künstlerischen Überflieger gewählt, sondern einen noch recht jungen Mann mit soliden und internationalen Erfahrungen im Opernbusiness. Jan Henric Bogen verfügt über einen breit abgestützten Leistungsausweis, auch im juristisch-administrativen Bereich. Aber auch als Künstleragent und Festivalintendant.

Wie Peter Heilker wird auch Jan Henric Bogen selbst nicht inszenieren. Oper organisieren und in der Oper Regie führen bleiben zwei getrennte Bereiche. Das ist gut so. Da kann ein Operndirektor entspannt, mit Sachkenntnis und ohne Neid und Eifersucht die für die jeweilige Oper passenden Regisseure einladen. Oder Regisseurinnen fördern, wie es Bogen verspricht.

Gute Stimmen finden, Sängerinnen und Sänger in ihrer Entwicklung fördern, Opernschaffende im eigenen Haus motivieren, die wichtigsten Ingredienzien für eine erfolgreiche Inszenierung «einkaufen» und bereitstellen: das ist schon ganz viel Kunst und bei Oper die halbe Miete.

Gerade beim Casting hat Bogen im erfolgreichen Netzwerker Peter Heilker ein sehr gutes Vorbild. Der hat sich einen Namen gemacht mit unbekannteren Opernstoffen, auch auf dem Klosterplatz. Jan Henric Bogen denkt über mehr Frauen als Regisseurinnen und Dirigentinnen nach, auch über mehr Opernkomponistinnen. Das klingt spannend. Man wünscht ihm, dass er in dieser Richtung einiges Neue an weiblicher Opernpower in St.Gallen umsetzen kann.

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