Meiereien
Lesen für die Katz – das bringt’s

Es ist höchste Zeit, dass die Schule Aargau endlich auf die Katze kommt. Das tut Katzen und Kindern gut und senkt die Kosten. Wie das gehen soll? Man muss dazu nur das Weltgeschehen aufmerksam verfolgen und zusammenfügen, was zusammengehört.

Jörg Meier
Jörg Meier
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Das Katzenmanifest

Das Katzenmanifest

Aargauer Zeitung

In den USA gibt es schon seit einiger Zeit ehrenamtliche Katzen-Vorleser. Das sind Menschen, die ins Tierheim gehen und den dort residierenden Katzen Geschichten vorlesen. Das Vorlesen beruhigt die Tiere und nimmt psychisch angeschlagenen Katzen die Angst vor den Menschen.

Gleichzeitig hat man aber auch festgestellt, dass das Vorlesen auch den Vorlesenden guttut. Eine Universität in Boston hat das untersucht und herausgefunden, dass Schüler, die sich als freiwillige Katzenvorleser engagieren, schneller und besser lesen lernen. Vor allem für Kinder mit Vorleseängsten oder Leseschwierigkeiten sind Katzen die geeigneten Zuhörer, sagt die Universität in Boston. Und die werden ja wohl keinen Blödsinn verbreiten.

Hier kommt nun die Schule Aargau ins Spiel. Wir wissen um die abnehmende Lesefähigkeit unserer Jugend. Deshalb sollte der Bildungsminister umgehend anordnen, dass alle Schulhäuser im Kanton auf das nächste Schuljahr hin je mit mindestens einer Vorlese-Katze ausgerüstet werden. Weil die Katze so ständig ganze Klassen beschäftigt und fördert, kann pro Schulhaus mindestens eine Lehrperson eingespart werden.

Gerade Lehrpersonen an der Bez sollten diese Idee nach Kräften unterstützen. Denn wird sie umgesetzt, könnte wohl gar auf die bereits beschlossene Erhöhung des Pensums um eine Wochenstunde verzichtet werden. Die Bezlehrer müssten nicht klagen und hätten Zeit, sich spannende Geschichten für ihre Schulhauskatzen auszudenken.

Aber das ist erst der Anfang. Denn über die mathematischen Fähigkeiten von Katzen hat man in Boston noch rein gar nicht geforscht.