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Kommentar

Bezahl-Apps: Der Kunde soll entscheiden

Stv. Chefredaktor Roman Schenkel zum Kartellverfahren gegen Banken und Kreditkartenfirmen wegen einer möglichen Bevorteilung der Bezahl-App Twint.
Roman Schenkel
Roman Schenkel.

Roman Schenkel.

Am Zürcher Paradeplatz ist die Nervosität gross. Unternehmen aus der Tech-Branche dringen in immer kürzeren Abständen in Märkte vor, die den traditionellen Banken vorbehalten waren. Beim Zahlungsverkehr mischen Apple, Samsung und Co. nun in einem Bereich mit, der für die hiesigen Geldhäuser zentral ist.

Die Banken wollen dieses Geschäft nicht kampflos den Quereinsteigern überlassen. Mit ihrer regionalen Bezahllösung Twint versuchen sie, den globalen Angeboten wie Samsung Pay oder Apple Pay die Stirn zu bieten. Der Wettbewerb wird mit harten Bandagen geführt. Gegenseitig haben sich Banken und Tech-Firmen Steine in den Weg gelegt. Deshalb hat sich nun die Wettbewerbskommission eingeschaltet.

«Der Zahlungsverkehr ist für die Banken eine wichtige Schnittstelle zum Kunden»

Noch bevorzugen Schweizer Bares. 70 Prozent aller Transaktionen werden mit Bargeld abgewickelt. Knapp 30 Prozent entfallen auf Kartenzahlungen und nur 0,5 Prozent auf Mobile Payment. Doch das Potenzial ist riesig: In der Schweiz werden an den Ladenkassen jährlich 88 Milliarden Franken umgesetzt. Das Smartphone – so die Prognose – wird alle anderen Bezahlverfahren verdrängen.

Natürlich geht es den Banken ums Geld. Doch hinter ihrer Abwehrschlacht steckt mehr. Der Zahlungsverkehr ist für sie eine wichtige Schnittstelle zum Kunden. Apple und Google zwängen sich dazwischen. Die Gefahr, dass Banken überflüssig werden, ist real. Dennoch: Wollen sie den Kampf um den Kunden, der alles mit dem Smartphone erledigen will, gewinnen, müssen sie mit der Einfachheit ihres Angebots überzeugen und nicht durch die Behinderung des Gegners. Denn der Kunde soll entscheiden, welches Angebot er nutzen will.

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