Hüsnü hilft
Heute: Homo-Ehen sind wie Börek

Hüsnü Haydaroglu ist Call-Center Agent und lebt in Pratteln. In seiner Freizeit berät er Menschen. Heute kümmert er sich um das Anliegen von Hansi, der die Ehe rückständig findet und nun nicht weiss, ob er für die Homo-Ehe sein soll oder nicht.

Hüsnü
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(Symbolbild)

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Keystone

Lieber Hüsnü, im Grunde bin ich ja dafür, dass Homosexuelle dieselben Rechte haben wie Heteros. In Sachen Eherecht tu ich mich aber schwer, da ich gegen die Ehe als Institution bin. Muss ich nun doch für die Ehe für alle sein, obwohl ich das Heiraten an sich rückständig finde? Bitte sag was dazu.

Hansi, 33, komme aus Pratteln wie du

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Lieber Herr Hansi, also lieber Herr Nachbar aus Preatteln, hast du schöne Frage gebringen. Und bin ich sicher, mein Mutter würde dir sofort adotiv nehmen. Aber keine Angst, ist sie nicht im Pratteln, sondern weit weg. Aber bisschen Verwandschaff gibt es zu dir und mein Mutter. Wann wir waren noch Kinder, mein sieben Schwestern und ich, wir müssten einmal in Jahr im eine Weisenhaus gehen und dort schlafen. Warum? Weil wir schimpfen immer über ihre Börek, wo ist nicht so gut wie der gekaufte Börek vom Teehaus.

«Will ich, dass diese dumme Kinder gehen zum Weisenhaus und dort lernen, wie ist eine Leben ohne Mutterliebe und ohne Börek.» Dafür der arme Kinder dürfen zu uns kommen und Mutterliebe und Essen bekommen. Das macht sie jede Jahr im Juni, und bis heute habe ich nicht verstanden, warum nicht im März oder ganz andere Monat. Aber wann kommt der erste Juni, sie anfangt mit Brot und Börek backen für ganze Armee. Wir Geschwester müssen im Suppenküche gehen und dort lernen, was ist Armut. Natürlich wir lernen gar nichts, weil wir gehen vorher am Kiosk zum Sinicker und Cola kaufen.

Aber alle Tauschkinder essen mit mein Mutter und meine Vater und sagen: «Hmmm, Tante Necla, diese ist beste Börek vom ganze Welt» oder «Ewige Gesundheit zu deine Hände, Tante, wo haben gemacht diese Börek». Dann mein Mutter sagt: «Moment, bis jetz ich habe euch gefühlt wie mein eigene Kinder. Aber mein Kinder schimpfen immer über meine Börek, wo einemal ist zu fettig, anderemal zu trocken und drittemal zu salzig.» Meine Vater sagt: «Wann eine vom diese Kinder schimpft mit deine Essen, wo ist auch meine Essen, wir stecken ihm draussen im Hundehütte». Aber mein Mutter sagt: «Nein, Hayri, hast du der Prenzip vom Kindertausch nicht verstanden. Schau mal, wann unsere Kinder sagen, diese Börek ist schlechte Börek, sie sagen, weil wissen sie, können wir auch andere kaufen. Aber diese arme Kinder sagen nicht, ist gute Börek, weil finden sie dem Börek gut, sondern weil sie glauben, müssen sie Dankbartkeit zeigen. Aber erst, wann sie sagen ‹Der Tante Necla hat komische Börek gemacht›, dann wir wissen, sind wie unsere Kinder.»

Der arme Kinder erst haben Angst zum Sagen etwas Schlecht, dann eine sagt: «Also gut, hat zu viel Salz», zweite Kind sagt: «Tante, ich hab der Börek mehr lieber mit Spinat als mit Hackfleisch» und dritte Kind sagt: «Ich möchte Sinicker.» Mein Mutter schimpft und schimpft, genau wie sie schimpft mit uns. Und sie sagt: Egal, wie schlecht ist der Börek, muss man aufessen!

Der Kinder essen. Gleiche Rechte ist nicht Börek essen. Gleiche Rechte ist der Möglichkeit, der Börek essen und schlecht zu finden. Gute Appetit und schöne Hochzeit.