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Kommentar

Frauenfakten

Die Grünen setzen im Rennen um die fünf Regierungssitze auf ein reines Frauenticket. Ein richtiger und wichtiger Schritt - doch es braucht mehr, um die Frauenförderung zu stärken.
Jérôme Martinu, Chefredaktor
Jérôme Martinu.

Jérôme Martinu.

Das ist mal eine konsequente Ansage. Während sich alle anderen Luzerner Kantonsratsparteien mit einer knallharten Männerfront fürs Rennen um die fünf Regierungsratssitze aufstellen, setzen die Grünen auf ein reines Frauenticket. Gleich vier Kandidatinnen stellen sich der parteiinternen Ausmarchung, so dass es am Ende so oder so eine Frauenkandidatur geben wird. Gut gemacht! Auch wenn man realistischerweise sagen muss, dass die Chancen der Grünen auf einen Regierungssitz klein sind.

Frauenförderung der anderen Art betreiben Luzerner Kantonsrätinnen aus allen politischen Lagern: Sie fordern per Vorstoss von der Regierung, dass bislang fehlende statistische Daten über die Kandidaturen von Frauen für Gemeinderäte erhoben werden. Die Daten sollen helfen, Vorurteile abzubauen und Überzeugungsarbeit zu leisten. Macht das Sinn? Überraschungen wird es keine geben in den Zahlenreihen. Es gibt zu wenig Kandidaturen, und der Frauenanteil in den Gemeinderäten ist mit einem Drittel – 129 von 395 Sitzen waren es 2016 – viel zu tief. Altersmässig steigen Frauen wohl später in die Exekutivpolitik ein als Männer, was wiederum mit der nach wie vor prägenden Familienzeit zu tun hat.

Es mag sein, dass allein die statistische Erhebung von Frauenfakten ein positives Zeichen für die gesellschaftspolitische Relevanz ist. Mehr als Symbolpolitik ist das aber nicht. Vielmehr brauchte es bei den Parteien eine Frauenförderung, die sich nicht darauf beschränkt, erst bei laufenden Wahlvorbereitungen nach geeigneten Kandidatinnen Ausschau zu halten. Es ist eine Tatsache, dass sich Frauen schwerer tun mit dem Entscheid, zu kandidieren. Frauenförderung muss also konsequent auf Langfristigkeit angelegt sein.

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