Polemik
Europa braucht den Fixit

Fabian Hock
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Nach dem Brexit: Die EU braucht einen Schlachtruf. (Symbolbild)

Nach dem Brexit: Die EU braucht einen Schlachtruf. (Symbolbild)

Keystone

Politik wird mit Worten gemacht. Und allerspätestens seit dem Brexit gilt: Je knalliger, desto besser. Ob übertrieben, konstruiert oder gelogen – völlig egal. Boris und Co. gewannen, weil sie die Begriffe auf ihrer Seite hatten. «Brexit!» Das klingt überzeugend. Frei nach Homer Simpson: «Macht’s gut, ihr Trottel.»

Wenn die EU noch ein paar Jährchen überleben will, dann muss sie den Begriffs-Bolzern des Kontinents, den Le Pens und Wilders, etwas entgegensetzen. Sie braucht einen Schlachtruf. Den Herbeitrommlern des Fexit (Frankreich) und des Hexit (Holland), ja, wenn es ganz dick kommt auch des «Lecktsmi» (wie die «Süddeutsche» einmal scherzhaft separatistische Bestrebungen der Bayern nannte), ihnen allen muss Brüssel sagen, wie man besser werden will. Und das nicht so langweilig wie sonst, sondern unter einem Kampfbegriff. Beim desolaten Zustand der EU kann das eigentlich nur einer sein: «We Fixit!», sollte sie ihnen zurufen. «Wir reparieren das!» Allerdings sollte man sich damit sputen. Denn wenn erstmal die Finnen keine Lust mehr haben auf die EU, dann ist der «Fixit» besetzt — und das Bündnis dem Untergang geweiht.