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Kommentar

Ein Sonntagsritual ist nicht mehr

Zur letzten Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag - und wie es mit der neuen Wochenendausgabe weiter geht.
Pascal Hollenstein
Pascal Hollenstein

Pascal Hollenstein

Das ist sie also: die letzte «Zentralschweiz am Sonntag». Über zehn Jahre hatte der Titel Bestand im Schweizer Blätterwald, und für viele Zentralschweizerinnen und Zentralschweizer ist die Lektüre der liebevoll «ZaS» genannten Zeitung zu einem sonntäglichen Ritual geworden. Ja, man hat sie lieb gewonnen, diese Zeitung, auch wenn sich manch einer – hoffentlich! – auch über den einen oder anderen Text geärgert haben mag. Und jetzt: ist Schluss.

Das Ende hat nichts, oder zumindest nur wenig, mit den Leserinnen und Lesern zu tun. Sie mochten dieses Blatt. Wenn auch die abonnierte Auflage, im Gleichschritt mit der Werktagszeitung, stets etwas zurückging, so wäre das alleine noch kein Grund zur Einstellung gewesen. Auch an den Zeitungsmacherinnen und -machern lag es nicht: Woche für Woche lieferten sie mit viel Herzblut ein inspirierendes Blatt ab. Dramatisch indes verlief die Entwicklung am Inseratemarkt. Die Zeitungsbranche als Ganzes verliert jährlich Inserateeinnahmen im zweistelligen Prozentbereich an Google, Facebook & Co. Die «ZaS» ist ein Opfer dieser unerbittlichen wirtschaftlichen Logik im Internetzeitalter.

Mit der «ZaS» und ihrer als E-Paper herausgegebenen Schwesterzeitung «Ostschweiz am Sonntag» verschwinden die letzten regionalen Sonntagstitel in der Schweiz. Eine Ära geht zu Ende. Es entsteht aber auch Neues: Die Abonnentinnen und Abonnenten erhalten ab nächstem Samstag die «Schweiz am Wochenende» («SaW»). Das Blatt bietet mehr Nachrichten, Hintergründe, Analysen und Lesestoffe aus allen Ressorts und aus der Region. Hinzu kommt ein separater, dritter Zeitungsbund, der sich ganz den schönen Seiten des Lebens widmet: Genuss, Reisen, gesellschaftliche und kulturelle Themen, Lifestyle.

Mit der «SaW» entsteht nicht nur der mit Abstand grösste Wochenzeitungsverbund unseres Landes, die Leserinnen und Leser erhalten auch weiterhin das, was sie lieb gewonnen haben: Sonntägliche Lektüre, jetzt für das ganze Wochenende. Womöglich wird das Blatt die Gunst der Leserinnen und Leser genauso erobern, wie es einst die «ZaS» tat. Das ist unser Ziel. Und daran wollen wir arbeiten.

Pascal Hollenstein ist Publizistischer Leiter von CH Media.

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