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Kommentar

Mobbing gegen die besten Kunden: SBB & Co. auf Irrweg

Einmal mehr soll das Generalabo aufschlagen. Das ist phantasieloses Monopol-Gehabe, findet «CH Media»-Chefredaktor Patrik Müller.
Patrik Müller
Patrik Müller.

Patrik Müller.

Die SBB, Postauto und andere öffentliche Verkehrsbetriebe haben ein seltsames Verhältnis zu ihren treusten Kunden. Wer ein Generalabo hat, liebevoll GA genannt, zahlt dafür 3860 Franken im Jahr, muss sich aber laufend beschimpfen lassen: Sogenannte Vielfahrer kämen «zu billig» weg und würden «übermässig profitieren». Es ist schon allerhand, dass ÖV-Benutzer, von denen viele einen Monatslohn in das GA investieren, als Schmarotzer hingestellt werden. Zumal so mancher Vielfahrer nicht freiwillig im Land herumpendelt, sondern sein Job dies erfordert.

Nun wollen die vereinigten Monopolbetriebe das GA erneut verteuern, auf 4250 Franken. Das könnte sich rächen, insbesondere bei den unter 30-Jährigen, deren GA am meisten aufschlägt: Ausgerechnet ihnen, den klimabewussten Jugendlichen, soll der Einstieg in den ÖV erschwert werden – trotz neuer Konkurrenz, etwa durch Fernbusse und Uber-Taxis. Fantasieloser geht’s nicht. Der ÖV wird sich nicht mit pauschalen Preiserhöhungen retten können, sondern nur mit Innovationen: neuen Aboformen und ticket­losem Fahren, an dem die Branche seit 15 Jahren tüftelt. Das wird nur gelingen, wenn SBB & Co. ihre fleissigsten Nutzer nicht mehr mobben, sondern als das behandeln, was sie sind: Kunden.

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