Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Kommentar

Die Zuger Polizei braucht mehr Personal

Christopher Gilb, Reporter der« Zuger Zeitung», über falsch angesetzte Sparmassnahmen.
(Bild: stk)

(Bild: stk)

Nächste Woche wird sich herausstellen, wie viel der Kanton Zug letztes Jahr tatsächlich eingenommen hat, dann findet die Vorstellung der Rechnung 2018 statt. Vieles spricht dafür, dass es deutlich mehr als erwartet sein wird. So wurde ja bekanntlich auch schon auf eine temporäre Steuererhöhung verzichtet, weil die Verantwortlichen mit Mehreinnahmen von 70 Millionen Franken rechnen.

Bleibt zu hoffen, dass dann auch die Zuger Polizei profitiert. Es hinterlässt als Bürger ein komisches Gefühl in der Magengrube, wenn man hören muss, wie prekär die Personalsituation bei der Zuger Polizei ist und dies gerade in einer Zeit, in der für sie die Hausforderungen durch Cyberkriminalität etc. immer grösser werden.

Die Folgen des Wachstums im Kanton Zug haben einen Preis: Firmen kommen hierher, die durch ihr Tätigkeitsfeld Ziel eines Angriffs werden oder in den Fokus ausländischer Behörden gelangen können, beispielsweise im Bereich der Kryptowährungen. Entsprechend nehmen Cyberangriffe und ausländische Rechtshilfegesuche zu. Zudem leben auch immer mehr Menschen auf engem Raum, Menschen, die teils aus anderen Kulturen stammen. Das kann zu Spannungen führen und in der Folge auch zu häuslicher Gewalt. Das alles sind Konsequenzen, derer man sich bewusst sein muss und weshalb man auch genügend Personal zur Verfügung stellen muss. Oder: Wer A sagt, muss auch B sagen.

Fast etwas paradox mutet der Personalmangel beim Gewaltschutz an. Da wird das Polizeigesetz angepasst, um bedrohte Behördenmitglieder besser schützen zu können, ohne aber über das dafür nötige Personal zu verfügen. Da hätte man die Anpassung wohl besser gelassen.

Die Zuger Polizei hat in den letzten Jahren viel unternommen, um trotz Spardruck effizient zu arbeiten. Genannt sei ihr Einsatz für die Kameraüberwachung oder verschiedenste Präventionsmassnahmen. Nun sollte sie aber wieder zusätzliche Polizistinnen und Polizisten bekommen, und zwar so viel wie benötigt. Damit es bei einer nächsten Präsentation der Kriminalstatistik heisst: «Die Herausforderungen sind gross, aber wir haben genügend Leute.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.