Geldanlage
Der Ritt auf den Kanonen

Die Aktienmärkte eilen von Rekord zu Rekord. Da wird vielen Anlegern schon einmal schwindlig. Wie lange kann das nur gut gehen?

Andreas Schaffner
Andreas Schaffner
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Schweizer Anleger und Wall-Street-Händler stehen vor der Frage: Einsteigen oder Abwarten? Richard Drew/Keystone

Schweizer Anleger und Wall-Street-Händler stehen vor der Frage: Einsteigen oder Abwarten? Richard Drew/Keystone

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Die Frage ist berechtigt. Doch die meisten angefragten Experten sehen keinen Grund für einen bevorstehenden Crash an den Aktienmärkten.

Sie mahnen jedoch zur Vorsicht. Weil eben viele Privatanleger noch gar nicht bei der grossen Börsenparty mitgemacht haben. Und weil es verlockend erscheint, einfach ein paar Aktien zu kaufen und mitzufiebern. Auf dem Sparbuch gibt es ja seit Monaten bei vielen Banken sowieso keinen Zins mehr.

Man muss einen solchen Schritt ganz gut planen. Man muss sich ganz genau mit dem wirtschaftlichen Umfeld auseinandersetzen: Wieso steigen die Aktien? Welchen Einfluss haben die Nationalbanken oder die Wechselkurse auf die Aktienwerte? Welche Börsengerüchte werden gestreut, um die Werte hinaufzutreiben? Mein wichtigster Tipp für Anleger: Behalten Sie einen kühlen Kopf.

Der starke Franken bietet Schweizer Anlegern ganz besonders viele Fallstricke. Auf den ersten Blick ist es wie bei Aldi ennet der Grenze: Man kann sich mehr leisten. Doch der Euro könnte sich rascher wieder erholen – was man in den letzten Tagen kurz mitverfolgen konnte. Die Währungsverluste würden dann alle Anlagegewinne zunichtemachen. Ausserdem muss man immer berücksichtigen: Mehr Rendite heisst auch mehr Risiko. Nur wer bereit ist, diese Risiken auch zu tragen, sollte deshalb den Schritt wagen.

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