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Kommentar

Billigflug auf den Berg: Dekadenz hebt ab

In Zermatt können Mountainbiker für 80 Franken auf den Berg fliegen. Naturschützer sind empört.
Daniel Fuchs
Daniel Fuchs.

Daniel Fuchs.

Es ist einer dieser Postkartentage. Die Landschaft glitzert, der Schnee knarrt unter dem Druck der Tourenski. Keuchender Atem in der Brust. Sonst nichts. Idylle pur in den Bergen.

Dann ein Rauschen. Erst leise, wie der Wind. Das Rauschen wird lauter. Doch kein Wind. Aus dem Rauschen wird ein Rattern. Und aus dem Rattern ein Knattern. Immer lauter. Bis es das Knarren des Schnees und das Keuchen in der Brust übertönt. Hinter der nächsten Bergkuppe taucht ein Helikopter auf. Die Nase neigt sich nach unten, die Maschine beschleunigt. Das Knattern wird zu einem Heulen, und der Helikopter fliegt weg, aus dem Bild. Totenstille. Vor Schreck hat die Atmung ausgesetzt.

Nun lärmen die Helikopter also auch im Sommer. Vorbei die Zeit, in der Sportler nur im Winter, als Heli-Skifahrer, auf sie zurückgriffen, um im Nu die Höhenmeter zu überwinden. Die Dekadenz kennt keine Jahreszeiten. Bis weit in den Herbst fliegen Helikopter Mountainbiker zum Heli-Biking ins Gebirge. Gegner warnen vor einem Boom und vor mehr Rotorenlärm. Helikopter stören die Ruhe der Natur, erschrecken Mensch und Tier. Doch auch Skitourenfahrer und Mountainbiker erschrecken Tiere. Selbst wenn sie aus eigener Kraft in die Wildnis vorstossen.

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