Kommentar
Das Virus rüstet auf: In unberechenbaren Zeiten gibt es nur eine Gewissheit

Der Impfstoff ist da! Kaum wurde die frohe Nachricht verkündet, kommt die nächste Hiobsbotschaft. Das Virus ist mutiert. Wie man damit umgeht.

Raffael Schuppisser
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Das Virus ist mutiert: Eine Nachricht, die verunsichert. (Symbolbild)

Das Virus ist mutiert: Eine Nachricht, die verunsichert. (Symbolbild)

ZVG
Raffael Schuppisser

Raffael Schuppisser

Bild: Sandra Ardizzone

Die vielleicht wichtigste Lektion, die wir im ersten Corona-Jahr gelernt haben, klingt banal, doch sie ist von grosser Tragweite: Das Leben ist noch unberechenbarer geworden. Im Januar hat noch niemand geahnt, dass wir uns bald mitten in der grössten globalen Krise seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befinden werden. Im Sommer hat noch kaum jemand zu hoffen gewagt, dass Ende Jahr schon die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft werden.

Doch kaum wurde die frohe Nachricht verkündet, verbreitet sich die nächste Hiobsbotschaft: Das Virus ist mutiert. In England wurde eine Variante entdeckt, die offenbar 70 Prozent ansteckender ist. Plötzlich wurde über Nacht ein ganzes Land abgeriegelt. Alle Flüge von Europa nach Grossbritannien und zurück wurden gestrichen, der Zugtunnel der Eurostar-Verbindung gesperrt. Just jenes Land, das als erstes mit dem Impfen begann und sich so auf den Weg in die Freiheit machte, ist nun isoliert und wird von einem der härtesten Lockdowns im Griff gehalten. Erinnerungen an die erste Welle werden wach, als die Grenzen in ganz Europa geschlossen wurden.

Eine Pandemie ist eine unberechenbare Sache. Mutiert das Virus weiter? Wird es resistent gegen den Impfstoff oder sogar noch tödlicher? Niemand kann es sagen. Immerhin eine Gewissheit gibt es: Masken tragen, Abstand halten und Kontakte minimieren helfen, um die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.