Pizza-Tour
Das Nomadenleben beginnt wieder

Der Besuch der «Notte Bianca della Pizzica» am Dienstagabend in Ugento bildete den Abschluss unseres Sommers im Salento. Schade, dass wir gehen müssen. Seit heute geht’s wieder Richtung Nordwesten. Wir freuen uns auf die Reise.

Martin Gysi
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BR-Tag1-Klee

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Martin Gysi

Donnerstag, 16. August. Nach einer spannenden, aufregenden Velotour bis zum Stiefelabatz und einem erholsamen, anregenden Aufenthalt in Apulien sind wir heute zum dritten Teil unserer Pizza-Tour gestartet. Da es hier im Salento immer noch täglich um die 38°C warm wird und wir die Gegend mit Ausflügen und Trainingsfahrten (insgesamt 960 km) ausgiebig erkundet haben, starteten wir die Rückreise gestern mit einem Autotransfer in die nördlicheren Gegenden Apuliens, verbunden mit einem weiteren Besuchs der spannenden Höhlenstadt Matera.

Nach einem hervorragenden, fast zu üppigen «Ferragosto-Nachtessen» in der Azienda Agricola San Vincenzo in Spinazzola sitzen wir seit heute wieder auf dem Velo.

Eine Stadt wie ein Klee-Gemälde

Die Sassi von Matera muss man gesehen haben. Die Höhlenhaus-Quartiere, die hier an den Hängen der Schlucht am Fuss der Neustadt kleben, bilden nicht nur eine visuell attraktive, pittoreske Landschaftsstruktur wie ein Kleegemälde. Dieses Unesco-Weltkulturerbe bietet zudem einen spannenden Einblick in eine besondere Epoche der Geschichte Italiens, die bis in die Gegenwart reicht und deshalb spannender, weil nachvollziehbarer ist, als irgendwelche Römer- oder Griechen-Historien. Interesse an weiteren Informationen über die Sassi von Matera? Hier sind drei Links:

http://de.wikipedia.org/wiki/Matera

http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/italien/tid-14408/matera-vom-schandfleck-zum-schatz_aid_403424.html

http://www.italia.it/de/italien-entdecken/basilikata/poi/die-sassi-von-matera.html

Als moderne Nomaden unterwegs

Der grosse Koffer mit all dem, was man üblicherweise in den Sommerferien dabei hat, ist per Auto unterwegs in die Schweiz. Mit dabei sind ein paar Köstlichkeiten, von denen Apulien so viele zu bieten hat: Wein, Olivenöl, Taralli, schwarze Oliven, Tomatensugo zum Beispiel - Danke Ronzina!

Seit heute sind wir wieder mit den wenigen Habseligkeiten unterwegs, die man wirklich braucht. Gut 12 Kilo sind es pro Person, inklusive Fotoapparat und PC, ohne die ich den Blog nicht schreiben könnte. Und es funktioniert. Die Reduktion auf das Notwendige hat auch den Vorteil, dass man am Morgen schnell wieder gepackt hat. Bereits am ersten Tag kommt uns die «Gepäcksparsamkeit» zu gut. Weil das Azienda-Personal gestern offensichtlich auch noch etwas Ferragosto gefeiert hat, kommt das Frühstück mit Verspätung auf den Tisch. Damit verzögert sich auch unser Etappenstart. Die Folge: Der Schlussaufstieg nach Melfi am Fuss des Monte Vulture fällt in die grösste Nachmittagshitze. Mit noch mehr Gepäck wäre das brutal geworden.

Die Startetappe: Spinazzola - Melfi, 55 km, 459 Hm