Flüchtlinge

Bauern, macht doch eine Kampagne in Afrika!

Flüchtlinge sollen auf Schweizer Landwirtschafsbetrieben mithelfen – so ein Pilotprojekt des Bauernverbandes zusammen mit dem Staatssekretariat für Migration. 3200 Franken Lohn soll es dafür geben. Wenn das mal keine gute Werbung ist. Eine Polemik.

Philipp Zimmermann
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Vom Chef instruiert: Bauer Andreas Eschbach erklärt seinem Mitarbeiter Dissh Mohamed, einem Flüchtling, wie er den Salat abpacken soll.

Vom Chef instruiert: Bauer Andreas Eschbach erklärt seinem Mitarbeiter Dissh Mohamed, einem Flüchtling, wie er den Salat abpacken soll.

Kenneth Nars

Die Schweizer Bauern brauchen billige Arbeitskräfte – da kommen ihnen die Flüchtlingsströme gerade recht. Jetzt haben sie über eine wegweisende, ja geradezu geniale Idee informiert.

Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene sollen ihren Dienst in die Schweizer Landwirtschaft stellen, sollen schuften und schwitzen – für einen Lohn von satten 3200 Franken pro Monat.

Na gut, für Schweizer Verhältnisse sind die 3200 Stutz nicht gerade ein fürstliches Entgelt – aber für jemand aus einem armen Land jenseits des Mittelmeers muss das wie Musik in den Ohren klingen.

Kein Wunder, wenn sich potenzielle Wirtschaftsflüchtling ihr Schweiz-Bild bestätigt sehen: Die Schweiz ist eben doch das Land, wo Milch und Honig fliessen!

Deshalb hier der gut gemeinte Ratschlag: Liebe Schweizer Bauern, wenn ihr nicht genügend Flüchtlinge findet, verzagt nicht – macht doch eine Kampagne in ihren afrikanischen Herkunftsländern! Die Unterstützung der SVP, mit der ihr ja so oft das politische Heu auf derselben Bühne habt, dürfte euch gewiss sein!