Kommentar

Autobahnprojekt in Goldach und Rorschach: Ein Meilenstein – aber kein Freifahrtschein

Die deutliche Zustimmung zum Projekt Autobahnanschluss Plus ist ein Auftrag an die Verantwortlichen auf kommunaler und kantonaler Ebene, die im Vorfeld gemachten Versprechungen einzulösen.

Rudolf Hirtl
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Rudolf Hirtl, Redaktionsleiter, Rorschach

Rudolf Hirtl, Redaktionsleiter, Rorschach

Befürworter und Gegner des neuen Autobahnanschlusses in Rorschach haben sich in den vergangenen Wochen nichts geschenkt. Seit der Auszählung der Stimmkarten wissen wir: Die Bevölkerung in Goldach und Rorschach hat sich mehrheitlich dafür entschieden, die Verkehrsproblematik mit dem Gesamtkonzept «Autobahnanschluss Plus» zu lösen.

Die deutliche Zustimmung ist ein Auftrag an die Verantwortlichen auf kommunaler und kantonaler Ebene, die im Vorfeld gemachten Versprechungen einzulösen. Der viel zitierte Satz «Es ist mehr als nur ein Autobahnanschluss» darf keine leere Floskel bleiben.

Das Ja vom Sonntag kann ein Meilenstein für die positive Entwicklung der ganzen Region Rorschach sein. Freilich nur dann, wenn die Begleitmassnahmen tatsächlich sicherstellen, dass die Verkehrsverlagerungen das Siedlungsgebiet entlasten.

Der neue Autobahnzubringer darf kein Freifahrtschein dafür sein, noch mehr Strassenverkehr zu generieren. Im Gegenteil: Der Fuss- und Veloverkehr wie auch der öffentliche Verkehr müssen eine übergeordnete Rolle in diesem Konzept spielen. Nur so ist eine nachhaltige Entwicklung für die nächsten Generationen sichergestellt.