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Kommentar

Bonusprogramme: Anreize statt Abreize

Das «Strafen» durch höhere Prämien wegen steigender Gesundheitskosten funktioniert nicht, «Belohnen» ist das wohl bessere Rezept. Die Krankenversicherer brauchen aber klare Regeln.
Balz Bruder
Autor Balz Bruder.

Autor Balz Bruder.

Individuell Belohnen oder kollektiv bestrafen, wenn es um das richtige Verhalten geht? Für einmal geht es nicht um Kinder, die sich zurechtfinden sollen, sondern um Krankenversicherte. Der Befund ist auf den ersten Blick eindeutig: Das «Strafen» durch höhere Prämien wegen steigender Gesundheitskosten funktioniert offensichtlich nicht – in diesem Jahr wird das Gesundheitswesen die 90-Milliarden-Franken-Grenze knacken.

Ist «Belohnen» also das richtige Rezept? Eher. Denn auf Anreize, finanzielle zumal, reagieren wir sensibler als auf Abreize. Das wissen auch die Krankenversicherer. Dass sie sich diese Erkenntnis zunutze machen, ist nicht zu beklagen, im Gegenteil. Wer sich gesundheitsbewusst verhält, soll das nicht nur am eigenen Körper, sondern auch im Portemonnaie spüren.

Drei Voraussetzungen müssen aber erfüllt sein: Erstens muss die Mitwirkung an Bonusprogrammen datenschutzrechtlich einwandfrei sein – die Informationen dürfen nur dem deklarierten Zweck dienen. Zweitens müssen sich Bonusprogramme innerhalb der Regeln der Krankenversicherung bewegen – das Kopfprämien-System darf nicht geritzt werden. Drittens müssen Bonusprogramme freiwillig und diskriminierungsfrei sein – das Solidaritätsprinzip zwischen gesunden und (chronisch) kranken Versicherten ist heilig.

Das wissen die Krankenkassen haargenau. Es würde erstaunen, das Bundesverwaltungsgericht käme zum Schluss, Gesundheitsförderung durch Belohnung sei nicht zulässig. Wahrscheinlicher sind erhöhte Anforderungen an die Durchführung. So oder anders: Nur durch eigene Verhaltensänderung halten wir ein bezahlbares Gesundheitswesen auf lange Sicht am Leben.

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