Theo Meckert
Amtlich tolerierte ewigi Liebi?

Liebesbeweise auf der Grenze zwischen Solothurn und Zuchwil.

Theodor Eckert
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Auf der roten Brücke schwören sich verliebte Pärchen die ewige Liebe.

Auf der roten Brücke schwören sich verliebte Pärchen die ewige Liebe.

Zur Verfügung gestellt

T-Shirt-Wetter gestern. Der Frühling trieb es diesen Winter wieder mal bunt. Passend zu den Temperaturen: Paris eine Stadt der Liebe. Solothurn eifert ihr herzklopfend nach. Oder ist es Zuchwil?

Ganz so eindeutig ist die Sache nicht (zumindest solange nicht fusioniert ist). Die Gemeindegrenze verläuft bekanntlich mitten in der Aare und genau darüber, auf der roten Velobrücke, schwören sich die Verknallten ewigi Liebi.

Richtig, genauso, wie dies auf den Brücken über der Seine längst Tradition hat. Dort hängen dicht gedrängt unzählige Vorhängeschlösser an Geländern. In Solothurn-Zuchwil sind es noch etwas weniger.

Tendenz bei diesen Temperaturen jedoch deutlich steigend. Was das Ganze soll? Ganz einfach: Die Frühlingsgefühlgetriebenen ketten sich nach einem Kuss per Schloss symbolisch am Stahlgeländer fest.

Danach stecken sie den Schlüssel nicht einfach in die Tasche, damit sie sich jederzeit wieder «befreien» können. Nein, sie werfen den Schlüssel in die trüben Fluten der Aare und kommen damit lebenslang nicht mehr voneinander los.

Herz, Herz – kommt Schmerz, gibts im Baumarkt notfalls Metallsägen. Abgesehen davon: Wie lange dauert es wohl, bis ein Amt, ein Verschönerungs-, Verhinderungs-, Bewahrungsverein die Brückengeländer vor derart anarchischem Treiben schützen will?

So nach dem Motto: Ordnung kommt vor Liebelei. Schmunzel, schmunzel, haben Sie Ihr Schloss schon gekauft?

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