Persönlich

Trump-iert

Urs Mathys
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US-Präsident Donald Trump mit einem Stoff-Mundschutz, auf dem das Präsidenten-Siegel abgebildet ist.

US-Präsident Donald Trump mit einem Stoff-Mundschutz, auf dem das Präsidenten-Siegel abgebildet ist.

Keystone/AP/Patrick Semansky

Über Sinn und Unsinn des Maskentragens in Zeiten von Corona wird schon lange sehr intensiv und auch sehr widersprüchlich diskutiert. Dabei hat es bei einigen Zeitgenossen durchaus schon den einen oder anderen bemerkenswerten Meinungsumschwung gegeben. Ich denke da etwa an die obersten eidgenössischen Coronaschützer, die der Gesichtsmaske zuerst gar nichts und inzwischen – zumindest im öffentlichen Verkehr – doch so einiges an Wirkung zutrauen. Kein Wunder: Es gibt die Masken inzwischen ja im Überfluss.

Auch der Mr. President der USA sagt jetzt, dass das Maskentragen (ausser für ihn selber) Sinn machen könne. Offenbar vermag nun auch seine Gehirnleistung die Tatsache zu registrieren, dass das Coronavirus sich seine Opfer nicht nach Hautfarbe (schwarz), nach sozialem Status (arm), geschweige denn nach politischer Gesinnung (Demokraten) aussucht. Immerhin haben sich in der Zwischenzeit auch von Republikanern regierte Bundesstaaten und Städte zu wahren Corona-Hotspots entwickelt.

Ja, der Herr Trump. Er hat sich in seinen Amtsjahren schon gar häufig massiv trump-iert. Ich bin gespannt, ob die Mehrzahl der amerikanischen Wähler im kommenden November nicht auch zur Erkenntnis kommt, dass die Wahl des amtierenden Präsidenten ihr bisher grösster Irrtum war.

urs.mathys@chmedia.ch