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Es ist schwierig, kein Fan von Roger Federer zu sein.

Es ist schwierig, kein Fan von Roger Federer zu sein.

CH Media

Also ich habe mit Tennis gar nichts am Hut, aber es geht mir wie wohl den meisten: Ich schaffe es nicht, kein Fan von Roger Federer zu sein. Die Einschätzung von Experten, dass er mit seinen On-Schuhen bis zu einer Milliarde verdienen könnte, lässt mich deshalb zwar schon auch ein bisschen vor Neid erblassen, aber nein: Wirklich missgönnen würde man ihm auch diesen astronomischen Verdienst nicht. Ihm, dem Sympathieträger erster Güte, der als unbezahlbarer Botschafter unserer Nation auch fernab vom Centre Court nie neben den Schuhen gleichen Namens steht.

Was gerade den Verehrer aber stutzig macht: Die Einschätzung des Federer-Sneaker-Potenzials beruht unter anderem auf den Erfahrungen mit dem «Stan Smith» von Adidas. Smith, auch eine Tennislegende, hat seit den 1970ern einen Werbevertrag mit dem Sportartikel-Riesen und sagt heute von sich selber, manche würden ihn nur als Schuh kennen («Some people think I’m a shoe»).

So weit darf es nicht kommen, dass King Roger unseren Töchtern und Enkeln einst bloss als Schriftzug auf schnöden Turnschlappen in Erinnerung bleibt. Das wäre sein Marketing-Coup nicht wert, selbst wenn er ihm eine Milliarde bringt. Dass «On» die Gerüchte eines Börsengangs dementiert, lässt uns alten Fans ein bisschen Hoffnung.

urs.moser@chmedia.ch

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