Kommentar

Fluris Schatten

Wolfgang Wagmann
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28 Jahre hat der «ewige» Stadtpräsident Kurt Fluri im nächsten Sommer an der Baselstrasse residiert.

28 Jahre hat der «ewige» Stadtpräsident Kurt Fluri im nächsten Sommer an der Baselstrasse residiert.

Peter Klaunzer / KEYSTONE

Eine Überraschung sind die beiden FDP-Namen nicht. Zu eng ist das Feld der «Papabile» möglicher Fluri-Nachfolger abgesteckt. Vor allem war keine Frau in Sicht, die wie Brigit Wyss für die Grünen bei den letzten Regierungswahlen in allen Lagern gepunktet hat. Und Anita Panzer – mit einem künftigen Wohnsitz in Solothurn – war offenbar keine Option. Also Markus Schüpbach und Marco Lupi. Immerhin zwei völlig unterschiedliche Charaktere mit ganz eigenen Profilen. Lupi, stadtbekannt von vielen Fronten, Schüpbach wohl eher in Wirtschaftskreisen und daher noch zu «entdecken». Die Auswahl ist da und Spannung damit garantiert.

Natürlich wirft der «ewige» Stadtpräsident Kurt Fluri seinen langen Schatten auch über den baldigen Wahlkampf. 28 Jahre hat er im nächsten Sommer an der Baselstrasse residiert. Resigniert haben sich längst etliche, einst hoch gehandelte Namen für seine Nachfolge anders orientiert: ein Hans Schatzmann, Markus Jordi oder auch«Nachfolge-Fahnder» Yves Derendinger. Die oder der «Neue» darf nicht am «Denkmal Kurt Fluri» gemessen werden. Sich unter ihm parteiintern zu entwickeln, glich ohnehin einem dauernden Gang durchs Minenfeld: Zu oft deckten sich die Ansichten der FDP gar nicht mit jenen des Stadtpräsidenten. Und wer Fluri kennt, weiss, dass er auch bei seinem Erbe ein Wörtchen mitreden will.
Das kann und wird er. Ausser, das Linkslager zaubert eine «Lichtgestalt» aus dem Ärmel.

wolfgang.wagmann@chmedia.ch