Baselwords
Trink, Brüderlein, trink!

Roger Thiriet
Roger Thiriet
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Laut Kurt Fluri soll die Basler Delegation in Bundesbern öfter die Ellbogen ausfahren.

Laut Kurt Fluri soll die Basler Delegation in Bundesbern öfter die Ellbogen ausfahren.

Ueli Wild

Tout Bâle sprach vergangene Woche über ein Votum von Kurt Fluri. Und eine Motion von Martina Bernasconi.

Obwohl der Solothurner Mehrzweck-Nationalrat (FDP, Stadtpräsident, mehrfach nicht gewählter Bundesratskandidat) den Baslern riet, zur besseren Wahrnehmung ihres Kantons in der Schweiz die Ellbogen auszufahren, erhob die Basler Allzweck-Grossrätin (Frauenliste, Basta!, GLP, FDP, mehrfach nicht gewählte Regierungsratskandidatin) stattdessen die Schwurfinger. Und schlug vor, dass unsere Grossräte künftig wie in Bundesbern ein Gelöbnis ablegen sollten.

Insidern zufolge stösst ihr Vorstoss jedoch rathausintern auf die Skepsis von Teilen der FDP und der SVP, die es lieber sähen, wenn sich der Rat jeweils zu Beginn einer Nachtsitzung zum gemeinsamen Gesang von «Trink, trink, Brüderlein, trink» erhöbe. Ganz abgesehen davon, dass sie allein in den Geschehnissen der letzten Tage wesentlich wirkungsvollere Möglichkeiten zur Aufwertung des Stadtbasler Renommeés in der Resteidgenossenschaft erkannt haben.

Bei den Zürchern beispielsweise verschafft uns schon eine Fotomontage von Wohnhochhäusern einen Höllenrespekt, vorausgesetzt, diese sind a) von HdM und b) höher als der Swiss Prime Tower. Die ganze Nation blickt nach Basel, wenn wir wieder einmal eine schengengrenzüberschreitende Tramlinie eröffnen. Und sogar rund um den Erdball nimmt man uns zur Kenntnis, wenn es uns nur gelingt, der UNESCO den Drämmlivers vom Anggebliemli als «Weltkultur» zu vererben.

Anderen Erfahrungen vergangener Woche zufolge erregte Basel jedoch auf nationaler Ebene weitaus am meisten Aufmerksamkeit, wenn Sportreporter René Häfliger FCB-Präsident würde.

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