Persönlich

Solange der Tewis noch steht, ist die Welt in Ordnung

Dimitri Hofer
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Der in den 1950er-Jahren gegründete Laden besitzt in diesen beiden Bezirken längst Kultstatus.

Der in den 1950er-Jahren gegründete Laden besitzt in diesen beiden Bezirken längst Kultstatus.

Google Streetview

In den letzten Tagen machte der Tewis in Wahlen wieder einmal das Geschäft das Jahres. Von überall her aus dem Laufental und dem angrenzenden Thierstein kamen die Fasnächtler, um sich hier einzudecken.

Der in den 1950er-Jahren gegründete Laden besitzt in diesen beiden Bezirken längst Kultstatus. Es gibt kaum jemanden, der nicht schon einmal die Regale durchstöbert hat und mit irgendwelchem Krimskrams nach Hause gefahren ist. Das Angebot im Lokal an der Laufenstrasse ist immens. Es gibt eine riesige Auswahl an Spielwaren, Haushaltsartikeln und Party-Utensilien. So manche Fete wäre ohne die Gimmicks aus dem Tewis wohl nur halb so witzig gewesen.

Auch wenn ich heute nicht mehr im Laufental lebe, besuche ich den Laden immer wieder gerne. Denn was ihn vor allem ausmacht – und das fällt mir bei jedem Abstecher wieder auf – ist seine Unperfektheit. Während andernorts alles fein säuberlich sortiert ist, regiert hier das charmante Chaos. Inhaber Ueli Schmidlin, der das Familienunternehmen in dritter Generation führt, ist sich bewusst, dass die Kunden neben dem Angebot vor allem diese Schrulligkeit schätzen. Er wird sich hüten, am Konzept etwas zu ändern.

Wahrscheinlich besitzt jede Region einen Laden wie den Tewis. Es wäre wünschenswert, dass sie noch lange erhalten blieben. Denn seien wir ehrlich: Langweile Geschäfte gibt es wirklich schon genug.