Kommentar

Ein cleverer Schachzug von Tanja Soland

Patrick Marcolli
Drucken
Teilen
Die Wohnbaupolitik wird künftig wohl politisch link geprägt sein.

Die Wohnbaupolitik wird künftig wohl politisch link geprägt sein.

Geoportal BS

Noch vor wenigen Jahren hätte die Basler Finanzdirektorin Tanja Soland (SP) harte Kritik einstecken müssen. Die von ihr geprägte neue Strategie der Immobilien Basel-Stadt (IBS) ist nämlich nichts anderes als ein Schritt zurück zum staatlichen Dirigismus.

Eva Herzog, ihre Parteikollegin und Vorgängerin im Amt, hatte aus der früheren Zentralen Liegenschaftsverwaltung – Selbstbedienungsladen für Beamte und Sozialhilfestelle zugleich – ein marktorientiertes Immobilienmanagement gemacht. Soland will mit den IBS wieder aktiv in der Wohnungsbau-, Sozial- und Energiepolitik des Kantons mitmischen. Kritik wird es aber kaum geben. Selbst die Bürgerlichen scheinen sich damit abgefunden zu haben, dass die Wohnbaupolitik in naher Zukunft politisch links geprägt sein wird.

Die neue IBS-Strategie ist insgesamt ein cleverer Schachzug Solands: Sie re-politisiert das staatliche Immobilienmanagement und nimmt es mit mehrheitsfähigen Grundsätzen gleichzeitig aus dem Fokus der Tagespolitik.