fairtiq

Neuer Trumpf für Bus und Bahn

Ab sofort kann man im A-Welle-Gebiet die App fairtiq nutzen.

Patrik Müller
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Alex Spichale

Einfach einsteigen und irgendwo hinfahren, ohne ein Billett zu lösen: Dieser Komfort war bislang Inhabern eines SBB-Generalabos vorbehalten. Und er hat seinen Preis: 3860 Franken kostet das GA zweiter Klasse. Dank dem Smartphone und einer neuen App kann man nun im A-Welle-Gebiet des Kantons Aargau genauso unkompliziert unterwegs sein, ohne ein teures Abo zu kaufen. Das geht so: Beim Einsteigen in den Bus oder Zug startet man die App, die durch die Ortungsfunktion weiss, wo man sich aufhält, und aktiviert das Ticket mit einer Wischbewegung. Am Ende der Fahrt wischt man erneut, die App sucht das günstigste Billett für die zurückgelegte Strecke und belastet es der Kreditkarte.

Heute schrecken viele Leute vor einer Fahrt mit dem öV zurück, weil der Billett-Kauf lästig ist. Die Automaten sind kompliziert und die Schalter entweder geschlossen oder man wartet lange. Wie viel einfacher ist es da, schnell das Auto zu nehmen. Unser Leben ist sonst schon genug kompliziert.

Einfachheit gewinnt: Das gilt im Smartphone-Zeitalter mehr denn je. Darum ist die neue App ein Trumpf für den öV, sie macht ihn schlagartig attraktiver. Die SBB tüfteln schon lange am ticketlosen Reisen, mit dem Projekt «Easy Ride» setzten sie vor 15 Jahren Millionen in den Sand. Nun sind es kleinere, wendige App-Anbieter, die zeigen, wie es geht. Sie machen den SBB Beine, ein eigentlicher Wettlauf um die beste öV-App hat begonnen. Durchsetzen wird sich am Ende diejenige, die am einfachsten ist – und die für sämtliche Verkehrsmittel in der ganzen Schweiz funktioniert.